Bei der WM geht es um Geld

Es steht fest, in welchen Ländern die Fußball-WM 2026 stattfinden wird. Eine WM stellt viele Ausrichter vor die große Aufgabe, für entsprechende Infrastrukturen im Land zu sorgen. Ein Kommentar von Dirk de Vries.

Auch der Weltmeister nahm am Mittwoch das Training in Russland auf - hier Julian Draxler und Joshua Kimmich in Aktion. Es ist unklar, ob die beiden in acht Jahren bei der WM 2026 mitspielen werden. Foto: dpa

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist an Kanada, die USA und Mexiko vergeben worden. Das macht ungefähr 3600 Kilometer Luftlinie zwischen einzelnen Austragungsorten. Verrückt, wird der eine oder andere jetzt denken, doch die verantwortlichen Funktionäre sind alles andere als verrückt. Ihnen geht es in erster Linie darum, möglichst viel Geld aus dieser Veranstaltung zu generieren, der mächtige Weltfußballverband will Kohle machen.

Eine WM stellt viele Ausrichter, Algerien hatte sich auch beworben, vor die große Aufgabe, für entsprechende Infrastrukturen im Land zu sorgen. Die dafür entstehenden Kosten dürfen die veranstaltenden Länder übernehmen. So gesehen ist es von denen sicherlich schon eine weise Entscheidung zu nennen, dass zumindest zwei der drei WM-Gastgeber 2026 zu den reichen Industrienationen zählen. Dass in den ärmeren Austragungsländern nach einer WM die Stadien und Unterkünfte vor sich hingammeln, wie in Südafrika oder Brasilien, wird vielleicht dort nicht passieren. Aber darum geht es bei einer Fußball-WM auch nicht. Es geht um Geld, sehr viel Geld.

14.06.2018, 17:02 Uhr
Über den Autor
Dirk de Vries Redakteur Sport bei der EZ seit: 2009
Telefon: 04921-8900442