Aufwachen!

Mit der neuen Grundverordnung bekommen Bürger mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten. Für die Firmen und Vereine, die bislang noch nichts unternommen haben, gilt es dringend aufzuwachen. Ein Kommentar von Suntke Pendzich.

Ende Mai tritt die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Foto: dpa

Ab dem 25. Mai greift die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich ein Paket, dass den Schutz der personenbezogenen Daten von Bürgern erstmals EU-weit nach gleichen Standards garantieren soll. Datenschützer haben die Verordnung in der Vergangenheit immer wieder als Erfolg bewertet. Erschreckend ist allerdings, wie lapidar die Umsetzung gehandhabt wird. Nur zwei der 28 EU-Mitgliedsstaaten haben die Vorgaben bisher in nationales Recht gegossen. Auch viele Unternehmen sind noch nicht bereit, obwohl die Verordnung sogar schon im Mai 2016 in Kraft getreten ist, bisher aber noch nicht angewendet wurde.

Für die Firmen und Vereine, die bislang noch nichts unternommen haben, gilt es dringend aufzuwachen. Einerseits sind die Strafen bei Verstößen gegen die neue Verordnung empfindlich, auf der anderen Seite brennen gerade Datenschützer und Verbraucherschutzverbände darauf, die von ihnen erstrittenen Maßnahmen durchzusetzen. Die Hoffnung „Wo kein Kläger, da kein Richter” wird sich nicht bewahrheiten.

28.01.2018, 15:02 Uhr
Über den Autor
Suntke Pendzich Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2016
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