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Sieg und bittere Niederlage bei Heimpremiere

Volleyball-Oberliga, Frauen: BW Borssum - VC Osnabrück 3:1 / BW Borssum - TSG Westerstede 2:3 Von KARL-W. STUMPE

Emden. Heimpremiere für Borssums Frauen in der Volleyball-Oberliga: VC Osnabrück und die TSG Westerstede hießen an diesem Samstag die Gegner. Nach der Auftaktniederlage auswärts in Gnarrenberg hatten sich die Borssumerinnen ein Ziel gesetzt. Zumindest zuhause wollten sie aus diesen Spielen mindestens einen Sieg einfahren. Und das hat geklappt, und zwar eindrucksvoll und absolut oberligareif.

Wie immer, wenn in Borssum Volleyball angesagt ist, ist die Hütte voll. Die Zuschauer kamen in Scharen, um das Team emotional zu unterstützen. In der ersten Partie gegen den VC Osnabrück war daher gleich Stimmung in der Halle. Und das Spiel verlief von Anfang an auf Augenhöhe. Es gelang keinem der beiden Teams, sich abzusetzen. Borssum war aber ständig in Führung. Jeder einzelne Punkt war hart umkämpft. Nach einem Zwischenspurt im ersten Satz ging Borssum dann mit 17:12 in Führung. Diese ließen sich die Heimmannschaft auch nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein 25:20.

Im zweiten Durchgang dann ein etwas anderes Bild. ###STOP###Die Gäste machten hier einfach weniger Fehler, spielten in allen Belangen effektiver. Borssum hatte ein wenig den Faden verloren und musste so den Satz mit 16:25 abgeben.

In der Pause müssen Borssums Trainergespann Lothar Laerum und Jan Junker wohl die richtige Worte gefunden haben. Nach einer Leistungssteigerung in Abwehr und Angriff ging der dritte Satz wieder mit 25:18 an Borssum.

Das wirkte wie eine Erlösung. Von den Rängen wurde das Team jetzt mit Pauken und Trompeten angefeuert. Claudia Laue brachte Borssum mit acht Angaben in Führung. Doch noch gaben sich die Osnabrückerinnen nicht geschlagen. Sie konnten zwischenzeitlich sogar noch einmal ausgleichen. Es entwickelte sich jetzt ein Spiel, das bis zum letzen Ballwechsel an Spannung nicht zu toppen war. Die Halle tobte, als Borssum mit 25:22 den Sieg perfekt machte. Trainer Laerum war danach total zufrieden mit seinen Mädels. Das erhoffte Ziel, den ersten Sieg einzufahren, war Realität.

Nach einer 45-minütigen Verschnaufpause ging es dann gegen Westerstede. Eigentlich konnte die Borssumerinnen ganz relaxed an die Sache herangehen. Mit dem Sieg über Osnabrück war man ja im Soll. Trotzdem konnte man mit Sicherheit davon ausgehen, dass Borssum alles in die Waagschale werfen würde, um hier für eine Überraschung zu sorgen.

Von Beginn sahen die Zuschauer dann tolle Ballwechsel. Team Blau-Weiß war gleich voll im Bilde. Es zeigte überhaupt keinen Respekt vor dem vermeintlichen Favoriten mit Meisterschafts-Ambitionen. Schnell führte Borssum mit 15:8. Kontinuierlich baute man dann den Vorsprung aus und hatte beim Stand von 24:17 den ersten Satzball. Nach einem Aufschlagfehler der Gäste war der Satz dann mit 25:17 unter Dach und Fach.

Das Match gestaltete sich danach aber wieder offen. Westerstede konnte sich zwar steigern, noch aber zeigte Borssum keine Scheu und hielt standhaft dagegen. Dann schlichen sich auf Borssumer Seite doch ein paar leichtsinnige Fehler ein, die sich in der Oberliga natürlich sofort rächen. Westerstede brachte diesen Durchgang mit 25:18 nach Hause.

Für die Gastgeberinnen gestaltete sich der weitere Verlauf sicher auch kräftemäßig nicht so einfach. Das Team zeigte aber weiter eine tolle Moral und verlangte den Gästen alles ab. Das einzig Negative im dritten Satz war, dass ihr Engagement nicht belohnt wurde. Auch diesen Satz mussten sie mit 23:25 abgeben.

Was war hier noch möglich? Borssum mobilisierte noch einmal alle verbliebenen Kräfte und ging gleich wieder mit 8:4 in Führung. Und dann machten die Borssumerinnen praktisch alles richtig. Sie standen in der Abwehr sehr gut, und mit vielen gelungenen Netzattacken hatten sie dann mit 25:17 die Nase vorn. Ein alles entscheidender fünfter Durchgang musste jetzt über Sieg und Niederlage herhalten. Zunächst wechselte ständig die Führung. Dann aber konnte sich Westerstede doch absetzen und machte mit 15:9 den Sieg perfekt.

Trotz dieser Niederlage sollten die Borssumerinnen nicht verzweifeln. Sie haben in beiden Begegnungen bewiesen, dass sie durchaus eine Bereicherung für die Oberliga sind und ohne Ehrfurcht die nächste Spiele angehen können.

BW Borssum: Gunda Ukena, Claudia Laue, Kristina Walter, Lena van Scharrel, Anika Knoop, Christina Hempel, Maren de Boer, Nina Deepen, Christina Grobecker und Deike de Boer

Trainer: Lothar Laerum und Jan Junker

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