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Jugendherberge wächst weiter

Ehemalige Wohnung des Emder Hausleiters wird umgebaut. Bettenzahl erhöht sich auf 150. Von EZ-Redakteurin GABY WOLF Tel. 0 49 21 / 89 00 415

Emden. Die Emder Jugendherberge erhält Zuwachs. Aktuell wird die frühere Hausleiterwohnung neben dem weißen Bettenhaus umgebaut und nach oben erweitert. Im Erdgeschoss sollen moderne Familienzimmer entstehen, in der neu aufgesetzten Etage darüber Seminarräume. Durch die neuen Familienzimmer erhöht sich die Bettenzahl von 136 auf künftig 150.

Hausleiter Berndt Tjarksen ist aus dem 85 Quadratmeter großen Querriegel zum Bettenhaus ausgezogen und hat sich privat etwas Neues gesucht. Denn das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) hat mit der Aufhebung der Residenzpflicht für ihre Herbergsleiter allgemein den Weg für eine räumliche Neusortierung freigemacht. In Emden beinhaltet das nicht nur die Erhöhung der Bettenzahl, sondern auch eine zusätzliche Ausrichtung auf das Tagungsgeschäft.

Über der früheren Dienstwohnung wird daher ein großer multifunktionaler Gruppenraum gebaut. Er soll Platz für bis zu 60 Personen bieten und mit einer modernen Seminarausstattung (Beamer, Medienleinwand, Flipchart und Co.) ausgerüstet werden. Für kleinere Gruppen kann der Raum zweigeteilt werden. ###STOP### ”Wir möchten Gruppen und Firmen ein Rundum-sorglos-Paket bieten”, sagt Tjarksen. ”Sie brauchen sich weder um die Seminartechnik noch um die Verpflegung zu kümmern, sondern können sich auf das Inhaltliche konzentrieren.” Und weil Tagungen auch in der kälteren Jahreszeit stattfinden können, erhofft sich Tjarksen eine Verlängerung der Jahresöffnungszeit. Zuletzt hatte die Herberge im Winter zwischen dem 1. November und Ende Februar geschlossen.

Eine Etage tiefer sollen drei Vier-Bett-Zimmer und ein Doppelzimmer, jeweils mit eigener Dusche und Toilette, geschaffen werden. Auch dort wird Wert auf Multifunktionalität gelegt. ”Wir können die Zimmer nach Bedarf zusammenlegen”, sagt Tjarksen.

Die Kosten für das Bauprojekt, zu dem das Planungsbüro Johannes de Buhr aus Großefehn den Entwurf geliefert hat, betragen nach Angaben des DJH-Landesverbandes Unterweser-Ems, 352 600 Euro. 68 000 Euro schießt der Bund zu, Fördermittel in Höhe von 216 000 Euro steuert das Land Niedersachsen bei - bleibt ein Eigenanteil von 68 600 Euro für das DJH. Mit der Fertigstellung wird, nachdem der Frost die Bauarbeiten verzögert hatten, nun im Mai gerechnet. ”Ab 1. Juni vermieten wir dann”, kündigt Tjarksen an.

Ursprünglich schon für Ende 2011 war vorgesehen, ein öffentliches Café am Schleusenknechtehaus einzurichten, das voriges Jahr nach seiner Sanierung als Teil der Jugendherberge eröffnet wurde (wir berichteten). ”Das Café ist zwar weiter in der Planung, aber es steht noch nicht fest, wann es umgesetzt werden könnte”, sagte Tjarksen auf Nachfrage. Noch nicht konkret seien auch die Planungen, das Haupt- und das Schleusenknechtehaus der Jugendherberge auf kurzem Wege über das Wasser mit einer Pünte oder Brücke zu verbinden.

Derweil ist der Herbergsbetrieb nach der Winterpause wieder angelaufen. Nächste Woche kommen die ersten Schulklassen.

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