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BW Borssum schmettert VVE-Revanche ab

Volleyball-Landesliga: Glatter 3:0-Sieg für BWB im Rückspiel. ärgerliches 2:3 des VVE gegen VG Del-Berg-Um im zweiten Spiel.

Von EZ-Redakteur

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Emden. Die vom Volleyball-Verein Emden (VVE) erhoffte Derby-Revanche ist ausgeblieben: Auch im Rückspiel unterlagen die Landesliga-Damen dem städtischen Liga-Konkurrenten und Tabellenführer Blau-Weiß Borssum deutlich mit 0:3 (24:26, 16:25, 17:25).

Noch ärgerlicher für VVE-Trainer Wilhelm Janßen war die 2:3-Niederlage im zweiten Spiel. Das Team um die stark auftretende Angriffsspielerin Kathrin Müller erkämpfte sich gegen den Tabellenzweiten VG Del-Berg-Um nach einem starken vierten Satz (25:14) noch in den Tie-Break und war psychologisch im Vorteil. Doch der starken Aufschlagserie der Delmenhorsterin Mara Albrecht war die VVE-Defensive nach mehr als vier Stunden in der BBS II-Sporthalle am Ende nicht mehr gewachsen. Nach 2:12 Punkten im fünften Satz stand die zweite Niederlage des Tabellenfünften aus Emden am Samstagnachmittag fest.

„Da war mehr drin”

„Da war mehr drin”, sagte VVE-Trainer Janßen. Und auch Borssums Trainer Lothar Laerum, der nach dem 60-minütigen 3:0-Sieg zusammen mit dem anderen Borssumer Coach Jan Junker das 25:21, 16:25, 13:25, 25:14 und 3:15 schiedste, pflichtete Janßen bei: „Wenn dem VVE am Anfang des fünften Satzes die ersten drei, vier Punkte gelungen wären, wäre Delmenhorst nach dem desolaten vierten Satz eingebrochen. Da bin ich mir hundertprozentig sicher.” Ein VVE-Sieg hätte dem Stadtrivalen Schützenhilfe leisten können. Aber so kam es nicht.

Im Fokus des Spieltags stand am Samstagnachmittag allerdings das Derby, das etwa 120 Zuschauer auf der Empore meist lautstark verfolgte. Der überwiegende Teil unterstützte die favorisierten Gäste mit Trommeln und Stimmen. Optisch war der VVE mit Spruchbändern besser vertreten („VVE fliegt zum Sieg”).

Borssum erwischte den besseren Start. Nicole Karps Aufschlag-Ass zum 3:1 für die Blau-Weißen sorgte für den ersten Aufreger. Doch der VVE, bei dem Stellerin Sabine Harberts wegen Trainingsrückstands erst im dritten Durchgang kam und Birke Eng gar nicht spielen konnte, führte nach einer Serie 8:6. Borssum, das personell fast aus dem Vollen schöpfen konnte, machte aber in der Folgezeit die einfacheren Punkte und setzte sich auf 22:16 ab. Mit Oldie Traudchen Koenigs, die beim Stand von 15:20 in die Partie geschickt wurde, bekam die Feldabwehr beim VVE allerdings mehr Sicherheit. Plötzlich stand es wieder unentschieden (23:23/24:24). Mit der Sicherheit eines Aufstiegskandidaten nutzten die Gäste allerdings den zweiten Satzball zum 26:24. Die wiedergenesene Mittelblockerin Anika Knoop machte mit ihrer gewaltigen Schlagkraft die beiden Big Points zum Satzgewinn nach 20 Minuten.

Es ging hin und her

Im zweiten Durchgang kam der VVE zunächst besser in Fahrt. Doch das 5:1 war schnell dahin. Bis zum 16:18 aus VVE-Sicht ging es hin und her. Während allerdings die so gut wie fehlerlos spielende Borssumerin Kristina Walter punktete, leistete sich Sabine Kolodziej im VVE-Angriff in dieser Phase entscheidende Fehler, sodass Emden gar nicht mehr ins Aufschlagrecht kam und mit 16:25 auch den zweiten Satz abgeben musste.

Wie im Hinspiel wollte das Team um VVE-Mannschaftsführerin Ilka Schmölders die sich nun anbahnende Niederlage nicht ohne Satzgewinn abgeben. 11:7 und 16:13 ging das Janßen-Team in Führung, doch eine gewaltige Aufschlagserie von Christina Hempel machte einem Emder Satzgewinn einen Strich durch die Rechnung. Nach neun Punkten am Stück und exakt 60 Minuten effektiver Spielzeit war die Revanche für den VVE komplett missglückt.

„Eher abgestürzt”

„Glückwunsch an Borssum. Sie waren einfach stärker”, lautete Janßens Kurzanalyse gegenüber der Emder Zeitung: „Ich hätte mir gewünscht, dass einige Spielerinnen genau den Einsatzwillen wie im dritten Satz von Anfang an gezeigt hätten.”

Auf Borssumer Seite gab es logischerweise nur zufriedene Gesichter. In Anlehnung an einen Satz von VVE-Stellerin Harberts zu den Saisonzielen („Borssum schlagen”) meinte BWB-Trainer Laerum: „Ein Saisonziel hat der VVE ja nun auch nach dem Rückspiel verfehlt, nämlich uns zu besiegen.” Junker drückte es mit Blick auf die Spruchbänder augenzwinkernd drastischer aus: „VVE fliegt zum Sieg? Die sind wohl eher abgestürzt.” Das zweite Saisonziel des VVE, Platz fünf, hat bei jetzt 14:14 Punkten allerdings weiter Bestand.

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