Mutig ging es in das eiskalte Wasser

Das Anschwimmen im Badesee Tannenhausen fiel im vergangenen Jahr noch aus. Dies Jahr nahmen wieder Einige am Traditionsbaden teil.

Ein Strand aus Schnee im Hintergrund: die Teilnehmer trotzten den Temperaturen. Foto: Gerd-Arnold Ubben

Tannenhausen. Es war lausig kalt, die Außentemperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt, das Wasser im Tannenhausener Badesee wurde mit 2,5 und 3,0 Grad Celsius gemessen. Das alles hat einige mutige Schwimmerinnen und Schwimmer nicht davon abgehalten, sich in den Badesee zu stürzen, einige Schwimmzüge zu machen, um dann schnell wieder in das aufgestellte Umkleidezelt mit Heizstrahler zurückzukehren und sich aufzuwärmen.

Die Ortsgruppe Aurich der DLRG hatte wiederum zu ihrem traditionellen Anschwimmen eingeladen, im vergangenen Jahr musste es witterungsbedingt ausfallen. „Dieses Jahr ist der Schnee die Besonderheit”, sagte Linda Wehly, die für die Pressearbeit der Ortsgruppe zuständig ist. Die Leute müssten schon mutig sein. „Der gute Nebeneffekt ist, dass es das Immunsystem stärkt“, so Wehly weiter, um dann das Startzeichen für die Mutigen zu geben.

Eine ganz besonders Mutige ist Gesine Uthoff aus Greetsiel: Die 69-Jährige geht so oft wie möglich, fast jeden Tag, in eiskaltem Wasser schwimmen. Mit ihrer Stammschwimmergruppe „Smarties“ (wegen der bunten Badekappen) nutzt sie in Norddeich die Nordsee, sofern Hochwasser angesagt ist, ansonsten fährt sie zum Schwimmen nach Tannenhausen. „Zum einen schwimme ich bei diesen Temperaturen, weil ich die Natur liebe, zum anderen der Gesundheit wegen”, sagte Gesine Uthoff. Sie habe einfach seit vielen Jahren Spaß daran. Dementsprechend blieb sie beim Anschwimmen natürlich am längsten im Wasser und schwamm etliche Meter, während die anderen doch schnell wieder die Wärme aufsuchten.

Auch der 73-jährige Günter Janssen, bekannter Triathlet aus Aurich-Wallinghausen, der sonst während des Trainings seine Bahnen überwiegend im Auricher „Baalje“ zieht, entfernte sich am Nachmittag kurzzeitig von einer Familienfeier, um sich in den kalten Badesee zu stürzen. Die Badekappe musste allerdings auf, wie er kundtat, denn die Kälte auf dem Kopf könne er nicht ab. Für ihn sei das Abhärtung, Erkältungen und Grippe kenne er ebenso wenig wie Gesine Uthoff.

Nach dem Bad wärmten sich dann alle innerlich bei Glühwein, Punsch oder einer heißen Waffel auf.

11.01.2017, 09:40 Uhr