Handball
Corona-Krise im Sport

Auricher Handballspieler haben Hausaufgaben zu erledigen

Nur telefonischer Kontakt ist zwischen Management, Trainer und Spielern möglich.

Von Theo Gerken

Aurich. Auch die Handballspieler des Drittligisten OHV Aurich müssen während der Corona-Krise mit den Beschränkungen des öffentlichen Lebens zurechtkommen. Ein Mannschaftstraining wie zu normalen Zeiten ist nicht mehr möglich. Trotzdem erwarten Trainer und Vereinsführung, dass sich ihre Akteure auch in einer solchen Zeit fit halten. Viel mehr beschäftigt die Verantwortlichen die Zukunft. „Wir wissen alle nicht, wie es weiter geht“, schildert Teammanager Ewald Meyer die derzeitige Situation. Keiner weiß, ob die Saison irgendwann einmal zu Ende gespielt wird oder ob es andere Vorstellungen oder Pläne gibt, einen Saisonabschluss hinzubekommen. Dabei können sich die Auricher wegen ihrer sehr guten Tabellensituation eigentlich beruhigt zurücklehnen. Beim derzeitigen achten Rang kommt die Mannschaft von Trainer Arek Blacha weder für den Abstieg noch für den Aufstieg oder die Meisterschaft infrage.

Hausaufgaben

Neben der beruflichen Tätigkeit, alle Auricher Spieler arbeiten halbtags oder befinden sich in einer Ausbildung, ging es für die Aktiven des OHV in den Zeiten vor Corona abends zum Training. Jetzt sind die einzelnen Spieler jeweils für sich alleine gefordert. „Die Spieler haben Hausaufgaben zu erledigen, sie müssen ein Lauftraining absolvieren, gymnastische Übungen durchführen und ganz wichtig, auch ein Krafttraining planen und abarbeiten“, teilt Teammanager Meyer auf unsere Anfrage mit. Er und Trainer Arek Blacha halten zu den Spielern einen engen telefonischen Kontakt. Eine Kontrolle der sportlichen Tätigkeiten findet aber nicht statt. „Die sind professionell genug, das müssen wir nicht kontrollieren, und das machen wir auch nicht“, so Ewald Meyer. Dabei gehen die Spieler alle sehr unterschiedlich an diese Aufgabe heran, Lukas Günsel und Jonas Schweigart sind als Läufer unterwegs, Matej Cuk macht Gymnastik in seinem Wohnzimmer und Oliver Staszewski hat sich in seine Wohnung eine Reckstange eingebaut und hält sich mit Klimmzügen fit. In einem Video legt er ein gehöriges Tempo vor.

Weitere Vorgaben gibt es für die Spieler des OHV zurzeit nicht. Alle, Spieler, Mannschaftsleitung und Vorstand hoffen, dass sich so schnell wie möglich wieder eine Normalität einstellt.

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