Keine Ermittlungen gegen Nehrbauer

DFB sieht nach Ansicht der Fernsehbilder wegen angeblichen Nachtretens kein krass sportwidriges Verhalten.

Frankfurt/Dresden/Emden. Die Fernsehbilder im NDR ließen im doppelten Sinne nichts Gutes erahnen: Dresden-Haudegen Maik Wagefeld foulte Thorsten Nehrbauer im Mittelfeld, dass dieser unglücklich aufs Knie fiel. Gleichzeitig bedankte sich der Emder Mittelfeldspieler mit einem Tritt des gesunden linken Beins nach hinten.

Wie Michael Morsch, Pressesprecher beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gestern auf Nachfrage sagte, habe sich der Kontrollausschuss des DFB in der Tat mit dem Fall beschäftigt. Er sei aber nach ausführlicher Ansicht der Bilder zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen. „Keine Ermittlungen, keine Anklage”, so Morsch: „Die Bilder liefern nicht die Qualität eines krass sportwidrigen Verhaltens.” Letzteres sei die Bedingung für Ermittlungen gegen Thorsten Nehrbauer gewesen, der in dieser Saison schon zweimal mit gelb-roter und einmal mit Roter Karte vom Platz flog. „Wir können außerdem nicht erkennen, ob der Spieler Nehrbauer den Dresdner Spieler überhaupt getroffen hat”, entlastete Morsch den Emder.

Nehrbauer war gestern froh über diese Entscheidung: „Letztlich habe ich aber auch nichts anderes erwartet: Nach dem Foul, für das er noch nicht einmal gelb gesehen hat, liegt der Wagefeld auch noch auf mir drauf. Weil ich Schmerzen hatte, wollte ich ihn irgendwie loswerden.” Für ihn sei es aber schon fast klar gewesen, dass „allein beim Namen Nehrbauer” ermittelt werde. Nach drei Mal Rot habe man schnell einen Namen weg. Das Foul Wagefeld hinkt ihm persönlich allerdings noch nach: Das Außenband des rechten Knies ist lädiert und die Kapsel aufgerissen. Er fehlt gegen Verl!

08.04.2008, 15:39 Uhr