Emden

Wykhoffweg: Ein Schleichweg, auf dem auch noch gerast wird

Die Anwohner im Stadtteil Borssum fordern bessere Verkehrssicherheit. Von EZ-Redakteur MANFRED ULFERTS Tel. 0 49 21 / 89 00 417

Emden. Die Anwohner vom Wykhoffweg im Emder Stadtteil Borssum sind verärgert. Sie wollen die aus ihrer Sicht tagtägliche Raserei in ihrer Straße, wo ohnehin nur 30 Stundenkilometer erlaubt sind, nicht mehr länger hinnehmen. Zudem fühlen sie sich mehr und mehr davon belästigt, dass diese Straße zunehmend als Abkürzung und Schleichweg in Richtung Riepe und Aurich - vor allem von Lastwagen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen - genutzt wird. Mit einer Unterschriftenaktion fordern nunmehr 54 Anwohner eine ”erhöhte Verkehrssicherheit” im Wykhoffweg und haben die Emder Politik entsprechend um Hilfe gebeten.

Nach einem Ortstermin mit rund 30 Anwohnern sowie Gesprächen mit Vertretern der Emder Ratsfraktionen soll jetzt Abhilfe geschaffen werden. ###STOP###Die Politik fordert die städtische Verwaltung auf, soweit das verkehrsrechtlich möglich ist, für eine bessere Verkehrssicherheit auf dem Wykhoffweg zu sorgen. Im fraktionsübergreifenden Antrag sind folgende Forderungen aufgelistet:

P 1. Einführung von 10 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und Schwerkraftlastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen.

P 2. Verbot der Durchfahrt für Lastwagen - Anlieger frei.

P 3. Aufstellung einer Tafel mit Hinweis auf die gefahrene Geschwindigkeit.

P 4. Sporadische Geschwindigkeitsüberprüfungen.

P 5. Zebrastreifen in Höhe Birkenweg/Sportplatz BW Borssum.

P 6. Haltestreifen als Straßenmarkierung kennzeichnen, damit die ”Rechts-vor-links-Regelung” in Höhe Birkenweg eingehalten wird.

Dieser Antrag soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice behandelt werden.

Wie die Anwohner gegenüber den Kommunalpolitikern äußerten, seien die zum Teil nicht gerammten Häuser schon in Mitleidenschaft gezogen worden. Außerdem werde befürchtet, dass es bei dem Bau des geplanten Umspannwerkes einen erheblichen Bauverkehr geben werde, der den Wykhoffweg weiter belaste. Ohnehin habe der Verkehr mit dem wachsenden Baugebiet am Gin- sterweg schon zugenommen.

Aus Reihen der Anwohner, deren Sprecher Jörg Bergmann und Antje Jacobs sind, gab es noch den Vorschlag, einen Verkehrskreisel in Höhe Birkenweg anzulegen, ähnlich wie er in der Hermann-Allmers-Straße im Stadtteil Barenburg angelegt worden ist.

Auf die Problematik der Verkehrssicherheit im Wykhoffweg hatte die Verwaltung bereits auf ein Schreiben der FDP-Fraktion wie folgt wörtlich geantwortet: ”Die im Wykhoffweg sowie auch im Liekeweg durchgeführten Geschwindigkeitsüberwachungen zeigen, dass die festgestellten Verstöße gemessen an der Verkehrsbedeutung der genannten Straßen als Sammelstraßen aus straßenverkehrsbehördlicher Sicht nicht als auffällig bezeichnet werden können. Ferner begründet das durch die Polizei auf der Unfalltypensteckkarte ermittelte Unfallgeschehen keine weiteren straßenbaulichen oder straßenverkehrsbehördlichen Handlungserfordernisse.”

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