Emden

Wegen Windräder: Anwohner verklagen die Stadt

Die Windräder im Petkumer Hammrich in Emden sind nach Ansicht der Familie Wurpts zu nah an ihrem Haus gebaut worden.

„Die Wohnqualität ist weg”: Aylt und Frieda Wurpts hoffen auf das Verwaltungsgericht. Foto: Hasseler

Emden. Der nächste Ärger um Windkraftanlagen im Stadtgebiet bahnt sich an: Frieda (60) und Aylt Wurpts (64) haben Klage gegen die Stadtverwaltung eingereicht. Ihrer Ansicht nach hätte für zumindest eine der beiden im November 2015 in Betrieb genommenen Enercon-Windkraftanlagen südlich der A 31 nie eine Baugenehmigung erteilt werden dürfen. Der Grund: Die Windräder sollen viel zu nah an ihr Wohnhaus am Bansmeer gebaut worden sein. Ein Urteil des Oldenburger Verwaltungsgerichtes könnte womöglich weitreichende Folgen für den Bau neuer Windräder in Emden haben.

Denn nach Angaben des Emder Rechtsanwaltes Jens Grüßing hat die Familie Wurpts durchaus Erfolgschancen. Die Wohnqualität sei durch den Schattenwurf der Windrad-Rotoren massiv gestört. Der Jurist sprach sogar von einem „enteignungsgleichen Eingriff”. Die Entfernung zwischen dem Wohnhaus und der östlichen der beiden Windräder betrage lediglich 400 Meter. Nach gängigen Abstandsregelungen hätten es exakt 178 Meter mehr sein müssen, so Grüßing. Ob sich die Stadt als Genehmigungsbehörde daran nicht gehalten hat, weil es sich bei beiden Windrädern um Forschungs- und Entwicklungs- Windkraftanlagen handelt, steht noch nicht fest. Die Verwaltung äußerte sich dazu gestern nicht, und zwar, weil zu einem „laufenden Verwaltungsverfahren und zu gerichtsanhängigen Verfahren keine behördliche Stellungnahme möglich ist”, sagte Stadtsprecher Eduard Dinkela.

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