Emden

Um die Weide am Roten Siel tut es allen leid

34 zum Teil große Bäume müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Von EZ-Redakteurin

UTE LIPPERHEIDE

Tel. 89 00 58

Emden. Die kapitale Weide am Roten Siel ist gefällt worden. Der überaus prägende Baum war nicht mehr gesund. Er drohte umzufallen, weil große Teile des tragenden Holzes morsch und verfault sind. „Um solch einen eindrucksvollen und markanten Baum ist es besonders schade, wenn er weg muss. Aber es geht nicht anders”, sagte der zuständige Abteilungsleiter beim städtischen Bau- und Entsorgungsbetrieb (BEE), Hendrik Helbig, während einer Bereisung des Werksausschusses am Mittwochnachmittag.

Helbig und sein Kollege Heino Kolbe zeigten den Ausschussmitgliedern einen Teil der insgesamt 34 Bäume, die nun aus Sicherheitsgründen im Stadtgebiet gefällt werden müssen. Gutachter hatten sich die Bäume angesehen und auch das Umweltamt war eingebunden. „Es ist ganz klar zu sehen, dass diese Bäume nicht mehr zu retten sind”, sagte SPD-Ausschussmitglied Walter Davids.

„Echter Verlust”

Alle Ausschuss-Mitglieder und auch die Beschäftigten des BEE bedauerten vor allem, dass die Weide weichen muss. „Solche Bäume gehören einfach zum Stadtbild. Das ist ein echter Verlust”, sagte der Betriebsleiter des BEE, Nils Andersson. Helbig versprach, möglichst schnell an dieser Stelle einen Ersatzbaum zu pflanzen. Bereits gestern wurde die Trauerweide gefällt. überhaupt sollen die Bäume, die jetzt abgeholzt werden, wieder ersetzt werden. Teilweise ist dies jedoch nicht an Ort und Stelle möglich, sondern muss woanders geschehen.

Eine Linde in der Geibelstraße/Ecke August-Bebel-Straße wird ebenfalls in den nächsten Tagen aus Sicherheitsgründen entfernt. Auch hier soll Ersatz geschaffen werden. „Es wäre aber sinnvoll, dies erst zu machen, wenn die Geibelstraße auch saniert wird”, sagte Stadtbaurat Andreas Docter. Mit einer Sanierung ist jedoch in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen.

Zahlreiche Bäume - Linden, selbst ausgesäte Ahorne, Kastanien, Buchen und Birken - werden rund um die Schweizer Kirche gefällt. Sie sind alle nicht mehr verkehrssicher. Helbig: „Wir versuchen trotzdem, den Hohlwegcharakter rund um den Friedhof zu erhalten. Die Bäume stehen teilweise auf der Friedhofsmauer. Die beiden markanten Ahornbäume gleich am Eingang zur Johannes a Lasco Bibliothek an der Kirchstraße bleiben erhalten. Dort wird Totholz entfernt.

Bei zahlreichen Bäumen müssen sogenannte Pflegeschnitte vorgenommen werden. Helbig: „Wenn es geht, dann tun wir alles, um die Bäume zu erhalten, aber manchmal geht es eben nicht mehr.” So ist es auch bei einem Ahorn direkt am früheren Kiosk an der Ringstraße. Dieser droht auf das Gebäude zu stürzen.

Andersson machte im Ausschuss darauf aufmerksam, dass dem BEE daran gelegen ist, die Bürger möglichst im Vorfeld über Fällmaßnahmen zu informieren. „Transparenz ist uns bei diesem Thema sehr wichtig.”

Lob gab es von Grünen-Ratsherr Bernd Renken. Die Stadt habe umsichtig gehandelt, weil sie die Ratsmitglieder über das Fällen von Pappeln auf dem Sportplatz FT 03 frühzeitig informiert hat. Ein Teil der Papeln war nicht mehr standsicher und wurde entfernt.

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