Emden

Taucher stirbt bei Arbeiten im Offshore-Park bei Borkum

Tödlicher Arbeitsunfall in 40 Meter Wassertiefe.

Von EZ-Redakteurin

KORNELIA SOJKA

Tel. 0 49 21 / 89 00 413

Emden. Ein 27-jähriger Berufstaucher aus Schweden ist am Sonnabend gegen 17 Uhr bei einem Arbeitstauchgang im Offshore-Windpark „Bard I” rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum tödlich verunglückt. Das teilte die Wasserschutzpolizei Emden am Wochenende mit. In 40 Meter Tiefe war es zu Komplikationen mit der Luftzufuhr gekommen.

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Der tragische Unfall erfolgte bei Arbeiten mit Druckluft. Bei den Tauchgängen bleiben die Taucher über verschiedene Versorgungsleitungen mit der Arbeitsplattform verbunden. Diese Verbindungen sorgen unter anderem für die Luftzufuhr und ermöglichen Funkkontakt. Vermutlich, so die Polizei, hätten sich diese Versorgungsleitungen bei dem Tauchgang des 27-Jährigen verheddert. Ob sie dabei abgerissen, eingeklemmt oder abgeknickt wurden, sollen die weiteren Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ergeben. Dazu gehört auch die Auswertung des aufgezeichneten Funkkontaktes und Unterwasser-Aufnahmen von einer Kamera, die am Helm des verunglückten Tauchers befestigt war.

Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte der verunglückte Taucher nicht mehr wiederbelebt werden. Der Leichnam wurde per Schiff in den Hafen von Emden gebracht.

Im Projektgebiet „Bard Offshore 1” sind bereits drei von 80 geplanten Bard-Windkraftanlagen errichtet worden. 60 bis 70 Spezialisten sind in 18-Tage-Schichten auf der Baustelle im Meer beschäftigt. Im Herbst 2011 soll der Windpark fertig sein.

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