Emden

Signal für den Fernverkehr nach Emden steht auf Grün

Keine überregionale Bahnverbindung soll zum Fahrplanwechsel im Dezember gestrichen werden.

Von EZ-Redakteurin

UTE LIPPERHEIDE

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Emden. Die Anzahl der Fernzüge, die nach dem Fahrplanwechsel Emden anfahren, wird nicht reduziert. Diese Nachricht hat die Bahn AG in Hannover der Verkehrsregion Nahverkehr Ems-Jade (VEJ) mitgeteilt. „Zum Fahrplanwechsel im Dezember wird alles so bleiben, wie es jetzt ist”, sagte der Geschäftsführer der VEJ, Tilli Rachner, gestern nach der Gesellschafterversammlung der VEJ in Emden.

Rachner freut sich, dass es keine Einschränkungen geben wird. Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass nach wie vor die Befürchtung besteht, dass in einigen Jahren diese Region vom Fernverkehr abgehängt werden könnte. Ein Indiz dafür könnte unter anderem die Bestellpraxis für neue Intercityzüge bei der Bahn AG sein. Bis 2036 soll Schritt für Schritt der IC-Fuhrpark ausgewechselt werden. Hierfür sind aber zwei Drittel weniger Züge bestellt als derzeit vorhanden. Die logische Folge könne sein, dass zahlreiche IC-Verbindungen eingestellt werden, mutmaßt Rachner (die Emder Zeitung berichtete). ###STOP###Eine kurzfristige Nachbestellung von Zügen sei nicht möglich. Außerdem hat die Erfahrung in den letzten Jahren gezeigt, dass der Fernverkehr schleichend ausgedünnt wurde. So fahren einige Fernzüge nur noch kürzere Strecken. Rachner: „Das ist für die Bahn wirtschaftlicher, wurde uns gesagt. Aber wir brauchen gute Fernverbindungen, vor allem auch für den Tourismus, denn Urlauber wollen nicht umsteigen.”

Aufgabe der VEJ ist es, immer wieder den Bedarf an Fernverbindungen anzumelden. „Wir lassen nicht nach, auf unsere Bedürfnisse hinzuweisen”, sagte Rachner. Auch VEJ-Verkehrsplaner Marcin Szczesny ging auf die permanenten Gespräche, auch mit der LNVG - Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, ein. „Es geht darum, dass wir deutlich machen, was wichtig für die Region ist. Machen wir das nicht, wird man schnell vergessen”, sagte er in einem Pressegespräch.

Die VEJ sieht der jüngsten Ausschreibung der Regionalbahnstrecke Emden - Münster gelassen entgegen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das sehr erfolgreiche Angebot schlechter werden soll. Das kann nicht im Sinne der LNVG sein”, sagte Szczesny.

Mit 2,3 Millionen Fahrgästen 2009 gehört diese Strecke zu den erfolgreichsten in diesem Gebiet. Auch die Preisangebote - Münster ist mit dem Niedersachsenticket zu erreichen - sowie die Häufigkeit der Verbindungen stünden bei einem Anbieterwechsel nicht unbedingt zur Disposition. Szczesny: „Das Wagenmaterial und der Service sind auf dieser Strecke gut, vielleicht wird er aber noch besser. Das muss man abwarten.” Ob es das preisgünstige Niedersachsenticket auch in Zukunft noch geben werde, sei ungewiss. Szczesny: „Es soll das gesamte Tarifsystem in Niedersachsen neu nachgedacht werden. Wir hoffen aber, dass diese günstigen und viel nachgefragten Angebote bleiben werden.”

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