Emden

Seit 100 Jahren ist das DRK in Hinte

Am Wochenende war der Festakt und ein Tag der offenen Tür.

Von EZ-Mitarbeiter

GERD-ARNOLD UBBEN

Hinte. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Hinte hat am Wochenende das 100-jährige Bestehen mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür im Schulzentrum Hinte gefeiert. Die fehlende Resonanz seitens der Bevölkerung, sich von den DRK-Leistungen zu überzeugen, bedauerten die Organisatoren und der Ortsverein schon, zeigten sich aber nicht enttäuscht.

„Der Andrang war nicht so prall. Möglicherweise waren die vielen anderen Veranstaltungen in der Region ein Grund. Dennoch konnte ich einige ältere Mitglieder mal wieder begrüßen”, sagte der 1. Ortsvereinsvorsitzende Herbert Heeren. In seiner Festrede vor Vertretern der örtlichen Vereine, Institutionen und Verwaltung sowie DRK-Mitgliedern ging Heeren noch einmal auf die Geschichte des Vereins ein. Im Juli 1909 mit der Gründung des ,,Vaterländischen Frauenvereins” mit etwa 230 Mitgliedern habe alles begonnen und umfasste damals die Gemeinden Cirkwehrum, Groß Midlum, Hinte, Osterhusen und Westerhusen.

Die Frauen hatten insbesondere die Aufgabe, für die Soldaten an der Front Feldpostpakete zusammenzustellen. Fünf Jahre nach der Gründung übernahm das DRK den Frauenverein. Mitte der 1930er Jahre traten viele junge Frauen und Männer dem DRK Hinte bei. Während sie im Krieg die Zivilbevölkerung mit „Erster Hilfe” versorgten, war nach dem Krieg die Versorgung der Flüchtlinge mit Nahrung und Kleidung eine Hauptaufgabe.

Nachdem sich das DRK dann neu formierte, wurden als eine der größten Wohlfahrtsverbände Deutschlands eine Vielzahl von Aufgaben wie beispielsweise Hilfe bei Unglücksfällen und Notständen, Krankenpflege, Katastrophenschutz und -hilfe, Sanitäts- und Betreuungsdienst bei Veranstaltungen, Blutspendedienst, Internationale Hilfsaktionen, Suchdienst, Mitwirkung beim Schutz der Zivilbevölkerung und im Sanitätsdienst der Bundeswehr übernommen. Heeren: „Unsere Ortsvereinsmitglieder eine fachliche Qualifizierung in Fachdiensten- und bereichen.”

Die Gemeinde Hinte ist stolz und glücklich, das DRK zu haben, sagte Hintes Bürgermeister Wolfgang Schneider, der den erkrankten Bundestagsabgeordneten Garrelt Duin (Hinte) entschuldigte. „Was wären wir ohne das DRK?” Er lobte die Kameradschaft und das ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer. Die Gemeinde werde weiterhin diese „wertvolle soziale Einrichtung unterstützen und sich für sie einsetzen”.

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