Emden
Corona-Testreihe in Ostfriesland

Reihentests bringen drei positive Corona-Fälle hervor

Die Ergebnisse der gemeinsamen Untersuchung des Landkreises Aurich und der Stadt Emden sind am Freitag vorgestellt worden. Ende Mai soll ein weiterer groß angelegter Test stattfinden.

Von Frank Loger und Johannes Booken

Aurich/Emden. Drei von 1000 Menschen sind bei den Reihentests des Landkreises Aurich und der Stadt Emden positiv auf das Corona-Virus getestet worden. So lautet das vorläufige Ergebnis. Die drei positiv getesteten Menschen arbeiten im medizinichen Bereich, dabei fand sich ein positives Ergebnis bei einer Pflegefachkraft eines Pflegeheims, ein positiver Abstrich bei einer Reinigungskraft eines Krankenhauses und ein positives Ergebnis bei einem Mitarbeiter eines Vertragsarztes, hier tätig im administrativen Bereich, ohne unmittelbaren Patientenkontakt, heißt es in der vorgestellten Präsentation.

Es haben insgesamt 1001 Personen an den Reihentests teilgenommen, davon waren 759 weiblich und 242 männlich. Die jüngsten Teilnehmer gehörten laut Landkreis zur Altersgruppe 16 bis 20 Jahre, die ältesten zur Gruppe der 76 bis 80-Jährigen. Die Beprobung erfolgte durch Abstriche auf freiwilliger Basis. 

Die gefundene Zahl niedrige Zahl positiver Fälle deutet laut Mitteilung des Landkreises an, dass möglicherweise keine kritische Häufung von Fällen beim medizinischen Personal anzunehmen ist. 

Ziel der Reihentests war es zum einen, ein realitätsnäheres Bild des Infektionsgeschehens zu erhalten. Bislang wurden lediglich Menschen mit den entsprechenden Symptomen – entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes - auf eine mögliche Corona-Infektion getestet. Die Reihenbeprobung lässt dagegen gewisse Rückschlüsse auf die tatsächliche Infektionsrate zu und ermöglicht so eine Gesamtbewertung der Situation in der Stadt Emden und im Landkreis Aurich. Ein solcher Überblick ist unter anderem entscheidend dafür, wie mit den verhängten Kontaktbeschränkungen „unterhalb der Landesregelung“ umgegangen werden soll. Benötigt werden die Daten, um Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und verständlich zu machen, heißt es von Seiten der Verwaltung.

Ein besonderes Gewicht wurde auf risikobehaftete Strukturen gelegt, das heißt auf Pflegeeinrichtungen und Kliniken. So stammen mehr als 700 der getesteten Personen aus diesem Bereich. Dagegen stehen als Vergleichsgröße fast 300 Personen aus anderen beruflichen Bereichen. Um ein tatsächlich repräsentatives Ergebnis hinsichtlich der Gesamtbevölkerung zu erhalten, ist - voraussichtlich Ende Mai/Anfang Juni - eine weitere Reihenuntersuchung auf empirischer Grundlage und mit wissenschaftlicher Begleitung geplant.

Bei der vom Landkreis organisierten Studie wurden überwiegend Fachkräfte von Pflegeeinrichtungen und Kliniken getestet. Durch die Tests will der Kreis herausfinden, wie verbreitet das Sars-CoV-2-Virus in der hiesigen Bevölkerung ist. Für die Zeit ab Ende Mai ist eine weitere Reihenuntersuchung von rund 1000 Bürgerinnen und Bürgern geplant.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung vom 9. Mai sowie im ePaper.

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