Emden

Problem mit Propeller: „AIDAluna” ins Dock

Großes Pech für Luxusdampfer. Unbekannter Gegenstand gerät auf Probefahrt in den Antrieb.

Von EZ-Redakteur

JENS VOITEL

Emden. Das neue Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft, die „AIDAluna”, hat gestern seine Probefahrt in der Nordsee vor Borkum kurzfristig abbrechen müssen und ist unplanmäßig in den Hafen von Eemshaven eingelaufen. Der Grund: Während der sogenannten Einstellungsfahrt ist dem 252 Meter langen Passagierschiff ein bislang unbekannter Gegenstand in den Schiffspropeller geraten. Das Schiff soll nach Angaben der Werft zwar weiterhin vollständig manövrierfähig und seetauglich sein, eine genaue Untersuchung des möglichen Schadens sei dennoch angeordnet worden. Die Inspektion soll bei Blohm + Voss in Hamburg durchgeführt werden. Voraussichtlich wird die „AIDAluna” am Mittwoch oder am Donnerstag in das Dock „Elbe 17” der Hamburger Werft einlaufen.

Erst am Wochenende war das dritte auf der Meyer Werft gebaute „AIDA”-Schiff problemlos auf der Ems von Papenburg nach Emden überführt worden. Nach einem kurzen Aufenthalt am Emspier war das Schiff bereits am Sonntagabend wieder ausgelaufen, damit auf See einige technische Einstellungen vorgenommen werden konnten.

„Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist und wie groß der Schaden ist”, sagte Werft-Sprecher Peter Hackmann gestern gegenüber der Emder Zeitung. Das Schiff sei mit eigener Kraft nach Eemshaven gefahren. Ein Taucher habe dort allerdings keine genauen Angaben darüber machen können, was in den Propeller geraten sein könnte. Die „AIDAluna” wird von zwei Propellern angetrieben. Um das Problem zu lösen, soll jetzt in Hamburg eine „Abschlussdockung” vorgenommen werden, wie es die Meyer Werft formulierte. „Wir gehen derzeit nicht von einem großen Schaden aus”, so Hackmann. Die übergabe an die Reederei AIDA Cruises sei nicht gefährdet. „Aber das ist natürlich ärgerlich”, räumte Hackmann ein.

Der unplanmäßige Stopp in Eemshaven und die Fahrt nach Hamburg sorgt bei der Meyer Werft noch nicht für größere Unruhe, versuchte der Werft-Sprecher gestern zu betonen. Man liege weiterhin gut im Zeitplan, werde die eigentlich von Emden aus geplante technische und nautische See-Erprobung in Richtung Norwegen jetzt aber von Hamburg aus starten. Jungfernfahrt und Taufe seien „absolut ungefährdet”, so Hackmann weiter.

Eigentlich sollte die „AIDAluna” nach ihrer ersten Erprobung vor Borkum von gestern an bis Donnerstag am Emder Omya-Kai liegen. Dort hat die Stadt Emden noch gestern an den Vorbereitungen für die erwarteten Schaulustigen gearbeitet. Unter anderem ist ein Riesenrad und ein Gastronomiebetrieb aufgebaut worden. Jetzt stellt man sich in Emden auf die Rückkehr der „AIDAluna” in der nächsten Woche ein. Dann soll das Schiff endausgerüstet werden und voraussichtlich bis zum 16. März in Emden bleiben.

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