Emden

Ostfriesen stimmen über Kliniken ab

Die Menschen aus der Stadt Emden und dem Landkreis Aurich haben sich entschieden - unterschiedlich. Während die Emder sich deutlich für den Erhalt des eigenen Krankenhauses ausgesprochen haben, ging es in Aurich knapper zu - zugunsten des Zentralklinikums.

Halbzeit: Etwa 250 der 1200 Wahlberechtigten im Bereich des Wahllokals in der Förderschule waren bis 13 Uhr wählen. Foto: Patric
Im Wahllokal in Hinte ist bis zum Mittag eine gute Wahlbeteiligung festgestellt worden. Foto: Till Oliver Becker
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Impressionen vom Bürgerentscheid. Foto: Johannes Booken
Überwiegend Senioren waren bereits am Vormittag gegen 10 Uhr auf dem Weg zu den Wahllokalen. Das Bild zeigt den Nebeneingang am
Im Bürgerhaus in Conrebbersweg gaben bis kurz nach 10 Uhr rund 100 von 1800 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Foto: Johannes Book
So sieht der Stimmzettel für die Stadt Emden aus. Foto: Eric Hasseler

Ostfriesland. Seit 8 Uhr haben die Wahllokale in der Stadt Emden und dem Landkreis Aurich geöffnet: Die Bürger sind aufgerufen, sich zu positionieren: Sollen die drei bestehenden Klinikstandorte in Emden, Aurich und Norden erhalten, also gestärkt werden? Oder wollen die Menschen eine zentrale Lösung in Georgsheil. Bis 18 Uhr kann abgestimmt werden.

19.53: Das vorläufige Endergebnis aus dem Kreis Aurich: Ja: 35 283 (45,53 Prozent), Nein 42 203 (54,47 Prozent). Damit beenden wir unseren Liveticker. Das EZ-Team sagt DANKE, dass Sie dabei waren!

19.38: Im Kreis Aurich fehlen nur noch die Stimmen aus einem einzigen Bezirk - das Ergebnis aus Norden steht noch aus. Auf das Resultat wird das aber keinen Einfluss mehr nehmen - in Aurich ist der Bürgerentscheid gescheitert. Da sich allerdings die Emder für den Erhalt ihres Hans-Susemihl-Krankenhauses ausgesprochen haben, ist das Anliegen insgesamt erfolgreich.

19.30: Was bedeutet das Wahlergebnis für die geplante Zentralklinik? Die wird es - zumindest in kommunaler Verantwortung - nicht geben. Emdens Nein bedeutet hier das Aus. Die Trägergesellschaft hat jetzt eine andere Aufgabe: Die Stabilisierung und Sanierung der lokalen Krankenhäuser in Emden, Aurich und Norden.

19.27: Die Wahlbeteiligung in der Stadt Emden steht auch fest. 41 045 Wahlberechtigte gibt es, 17 848 haben abgestimmt (43,59 Prozent), 44 Stimmzettel waren ungültig.

19.19: Auch in Aurich gibt es einen Sieger - nicht mehr überraschend haben es hier die Nein-Stimmen geschafft. Nach 36 von 40 Stimmbezirken liegen sie mit 54,39 Prozent zu 45,61 in Front. Total: 35 211 zu 29 529.

19.16: Emdens Oberbürgermeister ist "total enttäuscht" über das Ergebnis des Bürgerentscheides. "Die Fakten haben nicht geholfen, es hat ganz offenbar das Bauchgefühl entschieden", sagte er jetzt zur Emder Zeitung. Auch andere Parteivertreter - SPD, Grüne, FDP - sowie die Geschäftsführerin des Emder Klinikums,  Astrid Gesang, sprachen von einer "Niederlage". Zur Stunde sitzen die führenden Politiker im Büro des Oberbürgermeisters zusammen und verfolgen den Einlauf des Wahlergebnisses.

Rücktrittsforderungen lehnte Bornemann ab: "Es ist ganz klar ein enttäuschendes Ergebnis. Aber meine Amtszeit geht bis 2019."

Die Beobachter sahen einen Grund für das aus Ihrer Sicht schlechte Ergebnis auch darin, dass der Bürgerentscheid zu früh abgehalten wurde. "Vieles zum Zentralklinikum steht noch gar nicht fest", das habe die Bürger offenbar beeinflusst.

Mit Blick in den Kreis Aurich - dort scheinen nach aktuellen Zahlen die Zentralklinik-Befürworter zu gewinnen - hieß es: "Die Menschen auf dem Land mussten schon immer weiter zu einer Klinik fahren. Für sie wäre eine Zentralklinik kein Nachteil."

19.14: Das Ergebnis aus Südbrookmerland lässt aufhorchen: Fast 83 Prozent der Wähler wollen hier das Zentralklinikum. Ein klares Votum und sicher Ausdruck der Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung durch ein Großkrankenhaus in der eigenen Gemeinde.

19.10: Aurich steht dicht vor der Entscheidung. Den Befürwortern der Zentralklinik fehlen hier nur noch etwa 300 Stimmen (bei 33 von 40 Bezirken).

19.07: Derweil hat Emden komplett ausgezählt. 11 052 Emder Wahlberechtigte stimmten mit Ja, 6796 mit Nein. In Prozent: 61,92 zu 38,07 (die Differenz kommt durch Rundungen zustande).

19.03: 32 von 40 Wahlbezirken im Kreis Aurich sind ausgezählt. Zurzeit liegt das Nein-Lager vorn mit 54,25 Prozent zu 45,75. Die Entscheidung steht unmittelbar bevor, und es ist wahrscheinlich, dass im Kreis Aurich die Befürworter des Zentralklinikums die Nase vorn haben werden. Denn: Ihnen fehlen zum Sieg nur noch etwa 600 Stimmen. Die sollten wohl noch zusammenkommen.

19.00: Im Kreis Aurich wird es wieder spannend, denn es trudeln die ersten Zahlen aus den Städten ein. Während der erste ausgezählte Wahlbezirk in Norden sich knapp für Nein entscheidet, stimmt Aurich momentan deutlich mit 63,74 zu 36,26 für Ja. Das Gesamtbild dreht das aber noch nicht.

18.57: Ein Wahlbezirk in Emden fehlt noch. Am Ergebnis wird der aber auch nichts mehr ändern. Emden sagt deutlich Ja zum Erhalt seines Krankenhauses (62,64:37,26 Prozent). Für zahlreiche Politiker, die sich für die Nein-Kampagne engagiert haben, ist das eine harte Schlappe.

18.50: 25 von 40 Bezirken: Im Kreis Aurich sieht das Bild offensichtlich genau anders herum aus. Hier steht es momentan 64,7 zu 35,3 Prozent für Nein (20 360 zu 11 103 Stimmen). Aber: Die Mehrheit ist noch nicht erreicht, die liegt bei 32 081 Stimmen. Es bleibt spannend.

18.44: In Emden ist das Rennen gelaufen, in Aurich bleibt es spannend: Die Hälfte der Wahlbezirke ist ausgezählt, jetzt liegt das Nein-Lager wieder vorn, mit 63 zu 37 Prozent.

18.41: EMDEN HAT ENTSCHIEDEN! 8225 Stimmen waren zu erreichen, bereits jetzt, bei 34 von 37 Bezirken, haben fast 10 000 Menschen für JA gestimmt!

18.39: Emden bleibt bei Ja: Nach 28 von 37 Bezirken liegen die Ja-Stimmen klar in Front: 63,34 zu 36,65 Prozent, in Realzahlen 7682 zu 4446.

18.36: Was ist denn da im Landkreis Aurich los? Der Trend kehrt sich um, bei 7 von 40 Bezirken liegen die Ja-Stimmen jetzt mit 61 zu 39 Prozent vorn!

18.31: Aus dem Kreis Aurich trudeln die Ergebnisse eher gemächlich ein. Hier sind 40 Stimmbezirke auszuzählen, von 5 liegen Zahlen vor. Stand: 44,6 Prozent Ja, 55,4 Prozent Nein.

18.29: Emden bleibt auf klarem Ja-Kurs. 21 Bezirke ausgezählt, 63,7 Prozent wollen das Klinikum behalten, nur 36,3 Prozent stimmen für die Zentrallösung.

18.25: Jetzt geht es in Emden Schlag auf Schlag, und der Trend bei 17 von 37 Bezirken bleibt bestehen: 63,3 Prozent für Ja, 36,7 Prozent für Nein.

18.21: Die ersten Ergebnisse aus Emden sind da! Nach 11 von 37 Bezirken liegen hier die Ja-Stimmen recht klar vorn: 65:35, in Realzahlen 2373 zu 1275!

18.18: Natürlich melden die Inseln als erstes. Auch die Urnenwahl auf Baltrum verlief zugunsten der Zentralklinik: 32,5:67,5 (55:114).

18.12: Die erste Auszählung ist da. Die Briefwähler der Insel Juist haben sich entschieden: 54 zu 46 Prozent stimmen hier gegen den Erhalt der Kliniken. Oder in Realzahlen: 41 Neinstimmen, 35 für Ja.

18.00: Die Wahllokale schließen. Wer bis jetzt nicht abgestimmt hat, wird es auch nicht mehr können. Die Auszählungen beginnen.

16.45: Die Wahlbeteiligung in Loppersum liegt knapp über 40 % und damit, im Vergleich zu einer Bundestagswahl, deutlich unter dem Schnitt.

16.35: Im Wahlbezirk Conrebbersweg haben bisher 700 von 1800 Menschen gewählt.

16.30: Der Wahlbezirk Früchteburg meldet eine bisherige Wahlbeteiligung von ca. 44 %.

16.04: In weniger als zwei Stunden schließen die Wahllokale in Emden und im Landkreis Aurich. Gegen 18.30 Uhr sollen die Ergebnisse aus den Bezirken einlaufen.

15.12: Es gibt erste Zahlen zur Wahlbeteiligung: Bis 13 Uhr wählten in der Stadt Emden 19 Prozent der Berechtigten. Rechnet man die Briefwahl mit, dann haben 24 Prozent aller Stimmberechtigten ihr Kreuz gesetzt.

13.00: Halbzeit: Rund 250 der etwa 1200 Wahlberechtigten im Bereich des Wahllokals in der Förderschule waren bis jetzt an der Urne. Vor dem Wahllokal gab es Diskussionen, aber alles blieb sachlich. Ein Wähler kritisierte eine angeblich unübersichtliche Ausschilderung.

12.11: Die Hinteraner haben anscheinend ein größeres Interesse an der Abstimmung. Die Wahlbeteiligung im Wahllokal in der Schule (Cirkwehrumer Straße) liegt "bisher höher als bei der Kommunalwahl". Der erste Wähler habe bereits vor 8 Uhr vor der Tür gestanden und auf das Öffnen des Wahllokals gewartet, erzählen die Wahlhelfer. Seitdem sei immer etwas los gewesen. Den Wählern sei keine Anspannung anzumerken, heißt es. Auch sei die Fragetellung, entgegen der Befürchtungen im Vorfeld, wohl doch nicht verwirrend. Denn Nachfragen blieben aus.

10.58: Gegen Mittag sollen laut Auskunft eines Wahlhelfers die einzelnen Bezirke in Emden mitteilen, wie viele Bürger bislang ihr Kreuz gesetzt haben.

10.31: In den Wahllokalen in Harsweg, Conrebbersweg, Früchteburg und Loppersum ist die Wahlbeteiligung derzeit noch gering. "Viele sind vormittags im Gottesdienst oder frühstücken noch", nannte ein Wahlhelfer den Grund für das derzeit geringe Interesse am Bürgerentscheid. Erst danach komme der Gang zum Wahllokal, heißt es.

10 Uhr: Sehr reger Betrieb im Wahllokal Herrentorschule. Vorwiegend Senioren sind bislang an die Wahlurne herangetreten. Vor dem Wahllokal gab es eine kleine Diskussion zwischen zwei älteren Damen: "Mit der Werbekampagne haben die sich keinen Gefallen getan." Die andere Frau pflichtet bei.

An dieser Stelle informieren wir die EZ-Leser über Eindrücke, Entwicklungen und Ergebnisse.

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