Emden
Mitteilung der Polizei

Obdachloser nach Feuer gestorben

Das Opfer erlag seinen schweren Verletzungen durch den Großbrand in der Emder Obdachlosenunterkunft.

Von Stephanie Schuurman

Emden. Der bei dem Brand in der "Alten Liebe" lebensgefährlich verletzte Mann ist in der Nacht zum heutigen Freitag gestorben. Das teilte die Polizei mit. Durch die zuständige Staatsanwaltschaft sei eine Obduktion beantragt. Die weiteren Ermittlungen zu den Umständen des Brandes dauern an, erklärte Polizeisprecher Tim Tecklenborg.

Wie berichtet, war das Brandopfer noch in der Nacht zu Donnerstag in eine Spezialklinik nach Geselsenkirchen gebracht worden. Dort starb er allerdings infolge der Schwere der Verletzungen.

Am späten Mittwochabend war in der Wohnungslosenunterkunft "Alte Liebe" ein Feuer ausgebrochen. Insgesamt acht Menschen wurden dabei verletzt. Sieben Männer im Alter zwischen 18 und 67 Jahren erlitten leichte Rauchgasverletzungen, die ambulant in Klrankenhäusern in Emden und Leer behandelt wurden. Die sieben Leichtverletzten konnten die Kliniken bereits verlassen.

Am Brandabend hatte die Polizei einen 37-jährigen Nutzer der Unterkunft vorläufig festgenommen. Gestern hatte die Staatsanwaltschaft Aurich einen Haftbefehl gegen den Mann beantragt, dem der Richter stattgegeben hat. Der 37-Jährige steht in Verdacht, für den Brand verantwortlich zu sein. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. Ob nun Anklage wegen Totschlags oder Ähnlichem erhoben wird, ist noch offen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in der Brandsache weiter.

Frank Wessels, Präses der reformierten Kirche, die Träger der Einrichtung "Alte Liebe" ist, hofft, dass "die Umstände, die zu diesem tragischen Unglück geführt haben, schnell und vollständig aufgelärt werden. Der Verdacht, dass ein Besucher des Hauses den Brand gelegt haben soll, macht uns sprachlos."

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