Emden

”Neues” Schleusenknechtehaus schon gebucht

Jugendherbergswerk will allerdings erst in diesen Tagen mit der Sanierung des maroden Gebäudes beginnen - und zu Ostern fertig sein. Von EZ-Redakteur JENS VOITEL Tel. 0 49 21 / 89 00 412

Emden. Der Landesverband Unterweser/Weser-Ems des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) hat bereits die ersten Buchungen für das im Herbst erworbene ehemalige Emder Schleusenknechtehaus angenommen. Das sagte gestern DJH-Geschäftsführer Thorsten Richter gegenüber der Emder Zeitung. Jetzt muss das heruntergekommene Haus an der Kesselschleuse nur noch umgebaut, saniert und entsprechend hergerichtet werden, um dort auch tatsächlich Gäste unterbringen zu können. Und mit den Arbeiten soll nun in diesen Tagen noch begonnen werden. Denn Ziel ist es, das Schleusenknechtehaus zu Ostern 2011 als Jugendherberge mit ”gehobenen Standard” zu eröffnen.

”Wir haben die Ausschreibungen hinter uns und die Aufträge sind praktisch vergeben”, sagte DJH-Geschäftsführer Richter. ”In diesen Tagen” soll damit begonnen werden, das Gelände um das Schleusenknechtehaus ”zu entmüllen”. Unter anderem muss ein abgebrannter Schuppen abgerissen, Bäume und Buschwerk beschnitten werden. ###STOP###

Das Jugendherbergswerk hatte das Hauptgebäude der Emder Jugendherberge hinter dem Van-Ameren-Freibad sowie das denkmalgeschützte ehemalige Schleusenknechtehaus an der Kesselschleuse samt Grundstücke im Herbst dieses Jahres für jeweils einen symbolischen Euro von der Stadt Emden gekauft (wir berichteten). Die Stadt hatte das schon lange leer stehende und inzwischen recht unansehnlich gewordene Schleusenknechtehaus zuvor vom Land Niedersachsen übernommen, um zu verhindern, dass das Gebäude durch einen Verkauf an Privat womöglich nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen könnte. Zugleich hat der Rat auf Vorschlag der Verwaltung 90 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes für das Haus bewilligt. Mit weiteren 100 000 Euro unterstützt die Stadt die Modernisierung der Jugendherberge.

Im ehemaligen Schleusenknechtehaus sollen etwa 35 bis

40 Betten angeboten werden,

die Zimmer sollen Duschen

und WC aufweisen. Ähnliche

Pläne gibt es für das Stammhaus der Jugendherberge. Um

die Wirtschaftlichkeit einer Jugendherberge aufrecht zu halten, müssen mindestens 140

Betten angeboten werden, derzeit sind es in Emden 110.

Die Pläne sehen zudem vor, die beiden Herbergen durch eine Brücke oder eine Pünte über den Stadtgraben miteinander zu verbinden. Außerdem soll am Schleusenknechtehaus ein öffentliches Café mit rund 50 Sitzplätzen entstehen.

In den Startlöchern

”Parallel zum Schleusenknechtehaus werden wir demnächst im Haupthaus mit den ersten Arbeiten beginnen”, sagte Richter. Zunächst sollen die Küche und die Sanitätsbereiche erneuert werden. Das Hauptaugenmerk ist allerdings auf das Schleusenknechtehaus gerichtet. Nicht zuletzt, weil die ersten Gäste nun schon in den Startlöchern sitzen und auch etwas mehr Geld ausgeben wollen, um die Annehmlichkeiten eines modernisierten Gebäudes ”in idyllischer Lage” nutzen zu können. ”Dieser Zeitdruck ist für uns normal”, gab sich der DJH-Geschäftsführer gestern optimistisch.

Der Zeitdruck rührt auch daher, dass die Fördergelder aus dem Konjunkturprogramm noch 2010 ausgegeben werden müssen. Insgesamt sollen rund 900 000 Euro in die Sanierung der beiden Gebäude der Emder Jugendherberge fließen.

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