Emden
Großbrand in Emden

Nach Feuer: Haftbefehl gegen Obdachlosen

Acht Menschen waren bei dem Brand am Mittwochabend verletzt worden.

Von Stephanie Schuurman

Emden. Nach dem Brand in der Obdachlosenunterkunft in Emden hat die Staatsanwaltschaft Aurich jetzt einen Haftbefehl gegen einen 37-jährigen Nutzer der Unterkunft erlassen. Der Mann, der über keinen festen Wohnsitz verfügt und zum Zeitpunkt des Geschehens erheblich alkoholisiert gewesen sei, soll den Brand verursacht haben, teilte die Polizei mit. Er war vorläufig festgenommen worden und aufgrund des Haftbefehls am Donnerstag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden.

Wie berichtet, war das Feuer in der "Alten Liebe" am Mittwochabend gegen 22.30 Uhr entdeckt worden. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich laut Polizei elf Personen im Alter von 18 bis 67 Jahren in dem Gebäude an der Nesserlander Straße auf. Zehn der elf Personen konnten bei Eintreffen der Rettungskräfte die Unterkunft selbstständig verlassen. Der Elfte wurde durch Feuerwehrkräfte unter Atemschutz ins Freie gebracht und durch den Rettungsdienst behandelt. Es handelt sich dabei um einen 52-jährigen Mann, der noch in der Nacht aufgrund seiner lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik nach Gelsenkirchen gebracht worden sein soll.

Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei erlitten sieben weitere Personen, die sich in der Unterkunft aufgehalten haben, leichte Verletzungen und wurden ebenfalls in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Vor Ort waren 50 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren und der hauptberuflichen Wachbereitschaft, der Polizei und der Rettungsdienste.

Noch in der Nacht wurden vier Obdachlose im benachbarten Seemansheim untergebracht. Für die nächsten Tage ist dort die Unterbringung gesichert. An einer mittelfristigen Lösung zur Unterbringung der Obdachlosen arbeitet die Stadt Emden derzeit in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirche als Träger der Einrichtungen Tagesaufenthalt und Alte Liebe. Unterdessen hat das Soziale Kaufhaus Kleidung für die Betroffenen zur Verfügung gestellt. Die Schadenshöhe am Gebäude beziffert die Polizei auf eine untere sechsstellige Summe. Ob es je wieder genutzt werden kann, ist noch offen.

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