Emden
Vorfall in Emden

Nach Angriff auf Polizisten in Emden: 22-jähriger Marokkaner wird abgeschoben

Der Flüchtling wollte 2018 mit Gewalt seine Abschiebung verhindern. Nun verurteilte ihn das Landgericht Aurich. Doch die Strafe spielt für den jungen Mann keine große Rolle.

Von Martina Ricken

Aurich/Emden. Der Marokkaner, der sich im vergangenen Juli im Kulturbunker in Emden gegen seine Abschiebung wehrte, indem er zwei Polizeibeamte mit einer großen Glasscherbe bedrohte, ist am Montag vom Landgericht Aurich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.

Vom Vorwurf des Raubes und der Körperverletzung sprach die Kammer den Angeklagten frei. Er war beschuldigt worden, einem Bekannten ein Handy unter Drohung mit einem Messer geraubt zu haben. Doch der vermeintlich Geschädigte verwickelte sich in viele Widersprüche und erwies sich als unglaubwürdig. Da der Angeklagte wegen der Raubtat ungerechtfertigter Weise rund fünf Monate in Untersuchungshaft saß, ist er zu entschädigen, entschied das Gericht.

Wie berichtet, hatte der Marokkaner versucht, die Beamten mit einer großen Glasscherbe anzugreifen. Erst als die Polizei einen Warnschuss abgab, ließ er die Scherbe laut Anklage fallen und konnte überwältigt werden.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung vom 9. April sowie im ePaper.

Anmerkung der Redaktion: Das Alter des Marokkaners war bislang mit 28 Jahren angegeben worden. Er ist allerdings erst 22 Jahre alt. Weiterhin fügte die Redaktion das Urteil im Bezug auf den schweren Raub hinzu. 

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