Emden

Mit einem kreativen Logo für besseren Jugendschutz

Möglichst viele Gewerbetreibende sollen sich an dem Präventionsprojekt der Stadt beteiligen. Von LISA FRANKENBERGERTel. 0 49 21 / 89 00 403

Emden. Ab heute wird das Projekt, das Jugendlichen den Zugang zu Alkohol, Glückspiel und Tabak erschweren soll, auch praktisch umgesetzt. Verantwortlich für diese Präventionsmaßnahme zeichnen der Fachdienst Jugendförderung, der Fachdienst Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Gewerberecht sowie die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Durch eine kontinuierliche und gezielte Ansprache sollen Gaststätten und Einzelhandelsunternehmen über das Jugendschutzgesetz und über die Auswirkungen der Suchtmittel informiert werden (wir berichteten).

Heute geht es los

Diese Ansprache übernimmt Frank Olaf Becker von der Awo, der für diesen Einsatz gezielt geschult wurde. Heute wird er damit beginnen, die Schausteller auf dem Engelkemarkt zu informieren. In den kommenden Wochen geht es weiter mit Geschäften rund um die Schulen und langfristig sollen alle Gaststätten, Spielhallen, Imbissbuden, Kioske, Tankstellen und Supermärkte der Stadt aufgesucht werden.

Wie die Verantwortlichen gestern im Rahmen eines Pressegespräches erneut betonten, soll das Projekt nicht mit erhobenem Zeigefinger durchgeführt werden, sondern einen ”Mitmachcharakter” erhalten. Wer sich entscheidet, aktiv für den Jugendschutz tätig zu werden, erhält einen Aufkleber, den er an der Ladentür aufkleben kann. ”Das soll wie ein Qualitätssiegel wirken”, sagte Tomke Mammes von den Berufsbildenden Schulen I (BBS). Ihre Klasse hat das Logo für die Aktion entworfen.

Das Gesetz ist klar

Zwar regelt das Jugendschutzgesetz die Abgabe von Alkohol und Tabakwaren sowie den Zugang zum Glückspiel eigentlich klar, dennoch sehe die Realität anders aus, sagte Birgit Eiklenborg vom Fachdienst Jugendförderung. Daher sei es wichtig, die Verkäufer zu informieren und ihnen Beratung anzubieten. Die Idee zu der Aktion entstand in Anlehnung an ein ähnliches Projekt in Berlin.

Eiklenborg hatte das Projekt bereits Mitte Oktober im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Seit dem waren die Projektbeteiligten fleißig, sagte sie. Es wurden Gespräche mit der Werbegemeinschaft Schaufenster, dem Gaststättenverband Dehoga sowie den Stadtteilbeiräten in Borssum und Barenburg geführt. Weiterhin wurde passendes Informationsmaterial ausgesucht und Kontakt mit der Emder Hochschule aufgenommen. ”Wir wünschen uns, dass die Hochschule das Projekt evaluiert”, sagte Eiklenborg.

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