Güterzug verursacht Unfall

Entgleiste Lok zurück auf den Schienen

Am Freitagvormittag kam es in Emden zu einem Zugunglück, das den Bahnverkehr still stehen ließ. In den Morgenstunden wurde die Strecke wieder freigegeben.

Nach dem Unfall am Vormittag wurde die Lok am Freitagabend mithilfe eines Spezialzugs und zwei Kränen wieder auf das Gleis gesetzt. Foto: Robert Plump
Der Hilfszug rückte eigens aus Wanne-Eickel an. Foto: Robert Plump
Durch einen zurücksetzenden Güterzug wurde die Lok von den Gleisen geschoben. Foto: Eric Hasseler
Eine Schranke wurde bei dem Unfall völlig zerstört. Foto: Eric Hasseler
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten nicht viel ausrichten: Foto: Eric Hasseler

Emden. Eine entgleiste Lok in Emden hat am Freitagvormittag den Schienenverkehr in Ostfriesland lahm gelegt. Bei dem Unfall  vor der Eisenbahnklappbrücke wurde eine Schranke zerstört. Am Abend hoben zwei Kräne und ein Hilfszug die Lok wieder auf das Gleis. Seit Samstagmorgen ist die Strecke wieder frei für den Zugverkehr.

Wie berichtet, drückte ein Güterzug bei einer Rangierfahrt beim Zurücksetzen die Lok, die sich auf dem selben Gleis befand, von den Schienen. Es wurden keine Personen verletzt. Der Bereich wurde für den Bahnverkehr in und aus Richtung Leer gesperrt. Grund dafür waren Trümmerteile, die auch auf den Hauptschienen lagen. Der PKW-Verkehr war laut Polizei Emden/ Leer nicht beeinträchtigt. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an. Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr Emden rückten wieder ab: sie konnten nichts ausrichten. Auch das Notfallmanagement der Bahn war im Einsatz. Die Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Emden und Leer ein. "Heute werden dort sicherlich keine Züge mehr fahren", sagte der Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis der Emder Zeitung am Freitagnachmittag. Auch, weil ein Spezialzug zur Bergung auf dem Hauptgleis stehen musste.

Der Hilfszug wurde eigens aus Wanne-Eickel angefordert. Gegen 18 Uhr erreichte er Emden zusammen mit zwei Kränen. Gemeinsam mit dem Spezialzug hoben sie die Lok wieder auf ihr Gleis. Turmtriebwagen demontierten laut Bahn die Oberleitungen an der Unfallstelle. Außerdem traf am Abend ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchung am Unglücksort ein, um den Vorfall zu analysieren. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.

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Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung am 6. April 2019.