Emden

Land in Sicht - Endspurt für die Freunde der Seefahrt

Die Renovierung des neuen Maritimen Museums ist fast abgeschlossen. Von LISA FRANKENBERGER Tel. 0 49 21 / 89 00 403

Emden. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt: Das neue Maritime Museum ist bald fertig. Der Verein ”Freunde der Seefahrt”, der das Museum betreibt, liegt mit der Renovierung zwar etwas hinter dem ursprünglichen Zeitplan, aber Ende März kann endlich die Neueröffnung gefeiert werden.

Der Verein musste umziehen, da viele Erinnerungsstücke nicht mehr in die alten Räume in der Emsstraße 11 passten (wir berichteten). Weit war der Weg für die Umzugshelfer aber nicht, denn das Maritime Museum hat seinen neuen Heimathafen in der Emsstraße Nummer 12, also schräg gegenüber, gefunden. Hier stehen in Zukunft auf 160 Quadratmetern drei Räume für die zahlreichen Ausstellungsstücke zur Verfügung.

Schätze und Erinnerungen

Diese drei Räume der ehemaligen Gaststätte sind schon vollständig tapeziert, haben einen nagelneuen Laminatboden, und an den Wänden hängen schon viele Bilder Auch die ersten großen Erinnerungsstücke wie eine alte Schiffsglocke haben bereits ihren Platz gefunden. Unter der Decke zieht sich ein Regel durch alle Zimmer, auf denen zahlreiche Tischflaggen stehen. Alleine 200 Stück wurden dem Verein aus dem Nachlass eines Seefahrers gespendet. ###STOP###

Tische, auf denen bald einige große Schiffsmodelle stehen sollen, werden gerade weiß gestrichen. Und in einer Nische an der Wand hat Eilert Engelberg ein großes Bild direkt auf die Tapete gemalt. Noch ist in den Zimmern viel Platz, aber wenn die gesamte Sammlung eingezogen ist, wird das anders aussehen. Trotzdem sollen die Gänge so breit bleiben, dass sich alle Besucher - auch Rollstuhlfahrer - noch gut bewegen können. An den Fenstern sind Folien mit maritimen Motiven angebracht worden, und wenn die Fassade des Hauses neu gestrichen ist, wird noch ein großes Schild angebracht, das auf das Museum hinweist.

In den alten Räumen (der Emsstraße Nummer 11 sowie der ebenfalls mitgenutzten benachbarten ehemaligen Metzgerei) stehen noch viele Stücke, die einen neuen Platz finden müssen. Nach und nach tragen die Helfer die vielen Exponate über die Straße in ihre neue Heimat. Dort werden sie in neuen Regalen oder auf frisch gestrichenen Tischen präsentiert. Die umfangreiche Buchsammlung, die bisher noch in der Glastheke der alten Metzgerei gezeigt wird, findet in einem selbst gebauten Regal Platz, in dem die Bücher so liegen, dass die Besucher die Titel gut lesen können.

”Mehr als 1200 Arbeitsstunden haben einige Mitglieder bereits für die Renovierung der neuen Räumlichkeiten aufgebracht”, sagte Horst Wieseler vom Verein. Jeden Tag seien sie, meist zu viert, rund sechs bis acht Stunden vor Ort, um eine neue, helle und offene Heimat für die Erinnerungen an die Seefahrt zu schaffen. Einige Arbeiten wie das Tapezieren ließ der Vermieter ausführen, die anderen Dinge haben die Seefahrtsfreunde selbst bewerkstelligt. Zu dem zeitlichen Verzug ist es gekommen, weil einige zusätzliche Arbeiten angefallen sind, die vorher nicht ersichtlich waren. So musste beispielsweise der gesamte Estrich ausgetauscht werden, sagte Wieseler.

Die Neueröffnung des Maritimen Museums wird am 23. März in der Emsstraße 12 ab 10 Uhr gefeiert.

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