Emden

Kein Fritzen-Neubau an alter Stelle

Baustoffunternehmen will nach Großbrand Verkauf, Lager und Beratung enger zusammenziehen. Von EZ-Redakteur AXEL MILKERT Tel. 0 49 21 / 89 00 410

Emden. Die Planungen bei der Fritzen & Co. Baustoffhandlung sind nach dem Großbrand vom 15. Dezember vorangeschritten. Es gilt als sicher, dass ein Neuaufbau des Büro- und Ausstellungsgebäudes nicht an der Ecke Nesserlander Straße / Hansastraße erfolgen wird. Das bestätigte Geschäftsführer Onno Fritzen gestern auf Anfrage der Emder Zeitung.

”Planungsstand ist, dass wir an der Nesserlander Straße, dort, wo jetzt die Zufahrt eingerichtet ist, neu bauen wollen”, sagte Fritzen. Das hänge zum Teil mit dem Baurecht zusammen, habe aber auch ganz klar den Vorteil, dass man dort die Bereiche Büro, Lagerflächen und Ausstellung konzentrieren kann. Das vereinfache zum einen die Arbeit der Mitarbeiter, sei aber auch kundenfreundlicher, betonte Fritzen.

Zwei Gebäude des Betriebs an der Hansastraße waren am 15. Dezember niedergebrannt. Sie stammten aus den 50er beziehungsweise 70er Jahren und beherbergten Böro- und Ausstellungsräume. Auslöser des Feuers war ein technischer Defekt in einer Zwischendecke. Die Ursache hatten Fachleute schon zwei Tage später geklärt.

Die Brandruine ist inzwischen beseitigt. Auf der Bodenplatte wird derzeit eine Zelthalle errichtet. Dort baut das Baustoffunternehmen eine provisorische Ausstellung auf und zeigt einen Teil seines Sortiments, unter anderem Türen, Bodenbeläge und Fliesen. Die Halle misst 20 mal 25 Meter, ist an den Seiten 3,50 Meter hoch und sogar mit Schaufenstern ausgestattet. Bis Ende dieser Woche soll sie stehen. Mit der Eröffnung rechnet Fritzen in etwa zwei bis drei Wochen, sagte der Leiter Ein- und Verkauf, Jens de Vries.

Die neuen Fritzengebäude an der Nesserlander Straße sollen spätestens zum Frühjahr 2012 fertig sein, hofft Onno Fritzen. Das kommenden Jahr ist für sein Unternehmen ein besonderes: ”Dann werden wir 100.”

Dort, wo die abgebrannten Gebäude standen, ist eine Außenausstellung mit Waren des Garten- und Landschaftsbaus geplant. Dieser Bereich soll dann auch an Wochenenden außerhalb der Geschäftszeiten den Kunden offen stehen. Die Ein- und Ausfahrt für die Kunden wird in Zukunft wohl definitiv an der Nesserlander Straße sein und nicht mehr, wie bisher, in der Kurve. Onno Fritzen ist darüber heilfroh. ”Es gab dort in der Vergangenheit hin und wieder heikle Situationen. Zum Glück ist nie etwas Schlimmes passiert.”

Wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, stehe noch nicht fest. Onno Fritzen wünscht sich einen Termin ”so früh wie möglich”.

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