Emden

Haus Mennenga Projekt für Jugendbauhütte?

Historische Schankwirtschaft hätte auf diese Weise eine Chance.

Pilsum. Die vom Abriss bedrohte historische Schankwirtschaft Mennenga in Loquard hätte als Jugendhüttenprojekt eine Chance. ”Es wäre ein optimales Objekt. Das Projekt kann aber nur mit Hilfe der Gemeinde funktionieren”, erklärte Historikerin und Initiatorin des Projektes Ulrike Kemper am Montag bei einem Vortrag der Ländlichen Akademie Krummhörn (LAK) in der Alten Brauerei in Pilsum.

Da die Mennenga-Gaststätte der Gemeinde gehört, wäre die Gaststätte für das Projekt bestens geeignet. Die Möglichkeiten für finanzielle Förderungen seien höher, wenn das Objekt in kommunaler Hand ist, so Kemper. So könnten die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz oder die Deutsche Bundesstiftung Umwelt das Projekt finanziell fördern.

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Wie berichtet, bisher sträubt sich die Gemeinde gegen den Erhalt des Mennenga-Hauses. Sie will das Gebäude verkaufen oder abreißen. Vor allem die Frage, was mit dem Haus nach der Sanierung passieren soll, scheint noch für Kopfzerbrechen zu sorgen. ”Wir würden uns einen Runden Tisch mit der Gemeinde wünschen”, fordert Insa Uphoff vom Verein ANNO, der sich den Erhalt historischer Bausubstanz auf die Fahnen geschrieben hat. Das Objekt könne der Gemeinde hinterher zur Verfügung gestellt werden. Eine mögliche Nutzung kann sich die Ländliche Akademie vorstellen, aber auch die Loquarder Spöldeel bekäme ein Vereinsheim.

In dem Jugendhüttenprojekt können Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten und sich gemeinsam der Denkmalpflege widmen. Dabei übernehmen die Jugendlichen Aufgaben im handwerklichen Bereich. ”So eine Jugendbauhütte würde es ermöglichen zu sehen, was kann ich”, erzählt Kemper. Dazu sammeln die Jugendlichen Erfahrungen, die ihnen in ihrem beruflichen Werdegang helfen könnten. Als Ausbildende für die Interessierten, könnten Fachkräfte dienen, die im Rentendasein ein wenig Abwechslung suchen.

Bisher gibt es bundesweit neun Bauhütten dieser Art. Begonnen wurde das Projekt in Quedlingsburg 1999. In Ostfriesland wäre dies die erste Umsetzung eines Projektes dieser Art.

ps/ggm

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