Emden
Stürmisches Wochenende

Feuerwehr rettet Auto aus überflutetem Hafen

Das Orkantief hinterließ am Sonntag einige Spuren. Nun flaut der Sturm langsam ab.

Emden/Ostfriesland. Am zweiten Tag in Folge geht es in Ostfriesland sehr stürmisch zu. Weiterhin warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Sturmböen. Mittlerweile hat die Deutsche Bahn die Zugverkehr wieder aufgenommen, auch die Überfahrt nach Borkum ist wieder möglich.

Zur Nachlese unser Bericht von Sonntag:

In Emden gab es bereits mehrere Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Bisher ist Orkantief "Sabine" gnädig, stellte Manuel Goldenstein, Kreis-Feuerwehrsprecher, vor wenigen Minuten gegenüber der Emder Zeitung fest. Aktuell sei die Feuerwehr zu knapp 50 Einsätzen gerufen worden, davon 40 im südlichen Landkreis. "Dabei geht es vor allem um kleinere Sachen", sagte Goldenstein. Zwei Bäume hätten Autos beschädigt, in Aurich sei ein Baum auf ein Haus gekracht. Personenschäden habe es keine gegeben. 

Der Orkan "Sabine" hat indessen starke Auswirkungen auf den Zugverkehr in Emden und Ostfriesland. Am Sonntagnachmittag stellte die Deutsche Bahn den Fern- und der Regionalverkehr in Richtung Emden ein.  Überfahrten mit der Fähre nach Borkum und anderen ostfriesischen Inseln fallen ebenfalls aus. Der Deutsche Wettterdienst (DWD) warnt vor Orkanböen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern. Dies entspricht einer Windstärke von 12. Begleitet wird der Orkan mit dem Namen "Sabine" vielerorts von heftigen Schauern und Gewittern. In Leer gab es bereits den ersten großen Einsatz für die Feuerwehr. In Emden stürzte gegen Mittag ein Baum nahe der Faldernbrücke um.

Reisende nach oder von Borkum sowie Fahrgäste der Bahn haben ein großen Problem: Sämtliche für heute geplante Überfahrten von und nach Borkum wurden gestrichen. "Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse hinsichtlich Wind und Wetter hat sich die Reederei AG "EMS" entschieden, heute keine weiteren Fähren mehr verkehren zu lassen und den Fahrplan einzustellen. Aller Voraussicht nach, wird morgen gemäß Fahrplan der Schiffsverkehr stattfinden", teilte Sprecherin Corina Habben am Vormittag mit.

Orkantief „Sabine“ lässt in Niedersachsen Züge und Fähren an der Küste ausfallen, mancher kann dem aber auch etwas Positives abgewinnen. „Endlich mal ein langes Wochenende! Dank Orkan Sabine!“, schrieb die auf Borkum lebende Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz am Sonntag per Twitter. Sie reagierte damit auf einen Tweet der Emder Zeitung, die darüber informierte, dass die Nordseeinsel vom Fährverkehr abgeschnitten ist. Der Orkan lasse keine sicheren Überfahrten zur Insel zu.

Am Montag könnte es an manchen Küstenorten zu einer leichten Sturmflut kommen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erwartet erhöhte Wasserstände. „Es besteht Überflutungsgefahr für Strände, Vorländer und Hafenflächen“, hieß es.

Nach Stürmen kommt es in Norddeutschland häufig zu Behinderungen und Ausfällen im Zugverkehr, da umgefallene Bäume Gleise und Oberleitungen blockieren und beschädigen.

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