Emden

Eiszeit: Die Nordseehalle wird geflutet

Am Samstag um 10 Uhr werden die Hallentüren zur dritten Emder Eiszeit geöffnet.

Wasser marsch: Aus mehreren Feuerwehrschläuchen werden 66 Kubikmeter Wasser auf die Fläche gebracht. Das Eis ist später sieben Z

Emden. Das Schlimmste ist schon geschafft. So fasst der Projektleiter der dritten Eiszeit in Emden, Holger Fresemann, das Gros der Arbeiten zusammen, die in den letzten Tagen für das Schöfel-Vergnügen in der Nordseehalle gelaufen sind. Auch wenn am Dienstag nochmals sozusagen aus allen Rohren geschossen wurde. Etwa 66 Kubikmeter Wasser mussten auf die Fläche gebracht werden, um später sechs bis sieben Zentimeter dickes Eis zu bekommen. Gefroren soll es spätestens am Samstag sein, wenn schon morgens die ersten Gäste erwartet werden.

Am vergangenen Wochenende war schon mächtig Verkehr in der Nordseehalle. Stefan Goldenstein, technischer Leiter der Halle, brachte mit seinen Kollegen zunächst eine Menge Veranstaltungstechnik unter die Decke, bevor es am Boden weiterging. An 150 Metern Traverse sind jede Menge Scheinwerfer montiert. Allein der „Kronleuchter”, der eine 1,50 Meter Durchmesser große Diskokugel trägt, wiegt 700 Kilo. Klar, dass für die Aufhängung schweres Baustellengerät gebraucht wurde. Die 53 Quadratmeter große LED-Leinwand wiegt im Übrigen auch noch mal rund eine Tonne.

Und als alles unter der Decke war, rollten schon die Tieflader mit dem Winterdorf an. Die Buden der Schausteller-Familie Alberts stehen fertig an ihrem Platz. Nur die Eispflegemaschine fehlt noch. Sie macht zurzeit noch in Berlin glatte Schöfelflächen, soll aber spätestens bis Samstag in Emden sein. Abgesehen davon, dass sie hier nicht akut gebraucht wird, passte sie auch nicht mehr auf die beiden 40-Tonner, die die Eistechnik zeitig nach Emden gebracht haben. Wie berichtet, sind die Rohrleitungen für das Kühlmittel bereits am Montag verlegt worden.

In den Lkw waren aber auch schon ein paar Eislauf-Hilfen, die beliebten Pinguine. Und ein ganzes Arsenal an Schlittschuhen. Fresemann hat dieses Mal gleich 150 Paar mehr geordert. Insgesamt 800 Paar Schlittschuhe in allen Größen sind dann auszuleihen.

Kann man machen, muss aber auch nicht: Rund um die Eiszeit herum gibt es wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm, so dass man nicht unbedingt aufs Eis muss, um dort Bekannte zu treffen. So gibt es beispielsweise gleich am Samstagabend Live-Musik der Emder Band Fearless, bei der auch ein paar Eröffnungsworte zur dritten Eiszeit gesprochen werden sollen.

Andere stehen aber längst in Warteposition, um endlich aufs Eis zu können. Dazu gehören auch mindestens zwölf Geburtstagskinder, die ihre Party am Samstag bei der Eiszeit feiern. Kindergeburtstage sind bereits überragend gut gebucht, sagte Fresemann. Aber auch alle anderen Eiszeiten für Vereine, Firmen und Schulen sowie Kindergärten.

Ein schlechtes Gewissen wegen des hohen Wasserverbrauchs - 66 Kubikmeter! - müsse dabei kein Gast haben. Immerhin hält sich der Energiebedarf für die Eisfläche inzwischen im Rahmen. Gegenüber dem Technik-Anbieter, der bei der Premiere in der Nordseehalle engagiert worden war, hatte sich der Bedarf für das Kühlaggregat im vergangenen Jahr halbiert - bei längerer Laufzeit und größerer Fläche. Und dieses Mal wird die Fläche nochmals um eine „Eisstock-)Bahn größer auf insgesamt 1100 Quadratmeter. Samstag ab zehn Uhr kann sich jeder davon überzeugen.

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