Emden

Die AG Ems nimmt noch einmal Kurs auf Helgoland

Die Emder Reederei sondiert gerade über ein Tochterunternehmen die Chancen für einen erneuten Linienverkehr zur Hochseeinsel. Von EZ-Redakteur JENS VOITEL Tel. 0 49 21 / 89 00 412

Emden. Die Emder Reederei AG Ems nimmt nach mehreren, allerdings dann auch immer wieder aufgegebenen Versuchen, erneut Kurs auf die einzige deutsche Hochseeinsel Helgoland. Zumindest für ihre neue Tochter, die Cuxhavener Reederei Cassen Eils, die seit September des vergangenen Jahres zur AG Ems-Gruppe gehört, sondiert das Emder Unternehmen derzeit mehrere Optionen für eine neue Fährverbindung zum roten Felsen. Das bestätigte gestern Reederei-Sprecherin Corina Habben gegenüber der Emder Zeitung. Allerdings wird Emden in diesen Plänen wohl keine Rolle spielen. ”Der Weg ist dann von hier doch zu weit und rechnet sich nicht”, so Habben.

Neuen Schub haben die Helgoland-Pläne der Emder Reederei durch den Rückkauf des Fährschiffes ”Fair Lady” bekommen. Das 1970 bei der Mützelfeld Werft GmbH in Cuxhaven gebaute Seebäderschiff war bis ins Jahr 2000 für Ausflugsfahrten auf Nord- und Ostsee sowie für Einkaufsfahrten der Cassen Eils-Reederei eingesetzt. Nach zwischenzeitlicher Vercharterung und einem Verkauf, wurde es nun von einem Tochterunternehmen der Zegluga Gdanska Reederei aus Danzig in Polen zurückerworben.###STOP###

Mit der Rückflaggung der MS ”Fair Lady” und dem Schwesterschiff MS ”Funny Girl” verfügt die Reederei Cassen Eils jetzt über zwei baugleiche Schiffe, so die AG Ems. Mit knapp 70 Meter Länge und gut 10 Meter Breite ist es für maximal 799 Passagiere zugelassen. Das bis zu 18 Knoten schnelle Schiff hat eine achtköpfige Besatzung.

”Wir müssen nach der Übernahme von Cassen Eils erst einmal Kontakte herstellen und uns überall vorstellen”, sagte Sprecherin Corina Habben. Es sei aber bereits vielfach der Wunsch nach einer weiteren Helgoland-Verbindung laut geworden. Im Gespräch sind unter anderem Abfahrten von Wilhelmshaven oder auch von Bremerhaven aus. Die Einsatzplanung für die ”Fair Lady” seien aber noch nicht abgeschlossen, sicher sei jedoch, dass das Schiff ”mit Helgoländer Unterstützung” im Helgolandverkehr eingesetzt wird. Das Schwesterschiff ”Funny Girl” fährt bereits im Helgolandverkehr ab Cuxhaven und Büsum, zur Zeit versieht es den Winterdienst zur Insel.

Nach Angaben der AG Ems spielt die Insel Helgoland in der touristischen Ausrichtung der Reederei-Gruppe weiterhin eine Rolle. Die Verbindung müsse sich aber betriebswirtschaftlich rechnen, was angesichts witterungsbedingter Risiken nicht ganz einfach sei. Habben: ”Man kann das möglicherweise durch Synergien ausgleichen.” Die AG Ems hatte in der Vergangenheit verschiedentlich eine Fährverbindung von Emden oder Norddeich nach Helgoland betrieben. Mal mit dem eigenen Katamaran, mal in Zusammenarbeit mit der Reederei Norden-Frisia und auch schon mal mit einer Borkum-Fähre. Auch von Wilhelmshaven aus wurde eine Verbindung angeboten.

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