Emden

Delftpromenade soll schöner und großzügiger werden

Stadtplanung legte Gestaltungskonzept. Kostenpunkt: rund eine Million Euro.

Emden. Schon im kommenden Jahr kann damit begonnen werden, die Promenaden rund um den Ratsdelft umzugestalten. Johannes Amman, vom Fachbereich Stadtplanung bei der Stadt Emden, legte den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstagabend entsprechende Pläne vor.

Mit seinem Konzept, die Wege rund um den Ratsdelft zu vergrößern und vor dem Feuerschiff eine Art Platz zu schaffen, begeisterte er die Ausschussmitglieder. Der Weg um den Ratsdelft soll so umgestaltet werden, dass er in weiten Teilen der neuen Promenade um den Alten Binnenhafen entspricht. Die Kosten hierfür werden auf etwas über eine Million Euro veranschlagt.

Für die Umgestaltung des Bereichs vom Hafentor bis zur Delfttreppe stehen 220 000 Euro zur Verfügung. Der Plan sieht vor, die Böschung mit den Pflanzen zu entfernen. Für den Weg direkt am Wasser sind helle Gehwegplatten geplant. Zur Mauer hin, die die Promenade zur Straße Am Delft abgrenzt, sollen Klinkersteine verlegt werden. Die Birkenbaumreihe an diesem Abschnitt soll durch Eichen ersetzt werden, die dann einen Baumschutzrost aus Gusseisen bekommen. Statt der Bepflanzung, die sich jetzt auf der Böschung befindet, könnten mobile Kübel aufgestellt werden, die jederzeit verschoben oder ganz weggenommen werden können. Amman: „So entsteht eine erweiterte multifunktionale Fläche und wir umgehen das Problem, dass bei Großveranstaltungen die Beete zertrampelt und zerstört werden.”

Das helle Pflaster sei behindertengerecht. überhaupt soll die Promenade besser zugänglich gemacht werden. Genauso wie jetzt am Hafentor ist für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer ein stufenloser Zugang auf der Seite am Rathaus vorgesehen. „Wir hätten dann an beiden Bushaltestellen solche barrierefreien Zugänge”, stellte Stadtbaurat Andreas Docter heraus. Direkt an der Straße Am Delft sei das auf Grund der Straßenbreite „leider nicht machbar”.

Der gesamte Rundweg, einschließlich der Straße Westerbutvenne, soll attraktiver gestaltet werden. „Das ist alles sehr, sehr gut”, lobte FDP-Fraktionsvorsitzender Erich Bolinius die Planung. Dies sehen seine Kollegen, der CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Bongartz, der SPD-Fraktionsvize Bernd Bornemann sowie Dieter Stolz von den Grünen, genauso. Allerdings machten alle deutlich, dass sie den Vorschlag, die Steganlage auf der jetzt die ersten Weihnachtsmarktbüdchen stehen, durch einen festen Platz zu ersetzen, nicht tragen wollen. Bongartz: „Wir dürfen kein Stück Wasser mehr aufgeben.” An der Stelle, an der der Steg endet, könnte eine Spundwand gezogen werden. Wasserfläche ginge sichtbar nicht verloren. Docter: „Die Aktionsfläche auf dem Steg, die will jetzt auch keiner missen.” Allerdings würde die Platzlösung zusätzlich noch einmal 500 000 Euro kosten.

Die SPD-Fraktion möchte, dass noch einmal über die Birken nachgedacht wird. Bornemann: „Man muss genau überlegen, ob intakte Bäume gefällt werden sollen, auch wenn sie zahlenmäßig ersetzt werden. Das geht nicht so einfach."

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