Emden

Bau des Standstreifens ab Riepe erst 2011

Die Arbeiten auf der A 31 gehen weiter - ab heute ist die Auffahrt Emden-Ost in Richtung Leer gesperrt.

Von EZ-Redakteurin

JANINE SCHALLER

Tel. 89 00 415

Emden. Erneute Verzögerung beim Ausbau der Autobahn 31 in Ostfriesland - betroffen ist dieses Mal nicht der aktuelle Bauabschnitt, sondern die geplante Fortsetzung: Der Bau eines Standstreifens ab Riepe kann erst 2011 erfolgen. Dies sagte gestern Joachim Delfs, Leiter des Regionalen Geschäftsbereichs Oldenburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, im Gespräch mit der Emder Zeitung.

Im kommenden Jahr sei zunächst noch das notwendige Planfeststellungsverfahren geplant. „Das brauchten wir zwischen Emden und Riepe nicht, weil wir die Standstreifen auf eigenen Flächen bauen konnten. Zwischen Riepe und Neermoor ist der Grunderwerb von Flächen notwendig.”

Währenddessen gehen der Ausbau und die Fahrbahnerneuerungen bei Emden weiter voran. Wie Frank Buchholz vom zuständigen Geschäftsbereich Aurich der Landesbehörde gestern mitteilte, wird die Auffahrt Emden-Ost in Richtung Leer ab heute für voraussichtlich vier Wochen gesperrt. Wer von der Petkumer Straße aus auf die A 31 in Richtung Süden fahren will, muss mindestens bis zum 6. November zunächst in Richtung Emden-Wolthusen fahren, um dann wieder in Richtung Leer fahren zu können (siehe Grafik).

Weiterhin Baustelle ist die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Emden-Ost und Neermoor auf sieben Kilometern in beide Fahrtrichtungen. Die Anschlussstelle Riepe bleibt voraussichtlich noch bis zum 18. Oktober voll gesperrt.

Aber auch andernorts wird auf der A 31 derzeit kräftig gebaut und repariert. Die nächste Baustelle - mit einer Länge von 6,1 Kilometern - befindet sich zwischen Weener und Papenburg. Seit gestern ist dort die Anschlussstelle Papenburg in Richtung Oberhausen gesperrt, voraussichtlich bis zum 19. Oktober.

Dass auf der relativ „jungen” Strecke zwischen Ostfriesland und dem Emsland schon nach etwa 20 Jahren eine langwierige Grunderneuerung notwendig ist, sei der Sparsamkeit in den 1980er Jahren geschuldet, sagte Joachim Delfs. „Jetzt sieht man, dass man zu sparsam gewesen ist, denn die Stärke des Aufbaus war zu gering.” Nicht nur sei das Verkehrsaufkommen auf der Strecke insgesamt höher als prognostiziert, es gebe auch weitaus mehr Schwerlastverkehr. Dies habe die letzte große Verkehrszählung vor vier Jahren für dieses Gebiet gezeigt.

So wurden bei Bunde im Durchschnitt täglich 13 000 Fahrzeuge gezählt, südlich davon 14 000, nördlich 23 300 und im Emstunnel 28 000. „In Richtung Leer fahren dann noch 25 000”, sagte Delfs. Auch in Zukunft müssten Autofahrer daher damit rechnen, dass die Fahrbahn erneuert werden muss. Dies gehe jedoch weitaus schneller als eine Grundsanierung.

Eine weitere Baustelle für die A 31 melden die zuständigen Behörden zurzeit nur auf einer Strecke von knapp vier Kilometern zwischen den Anschlussstellen Heek und Gronau/ Ochtrup in Fahrtrichtung Norden. Damit dürfte sich die Lage zwischen Ostfriesland und dem Ruhrgebiet im Gegensatz zu den vergangenen Wochen wieder entspannt haben.

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