Emden
Urlaub zuhause

Ausgerechnet Borkum!

Zwei Tage den Kopf frei kriegen, dann kann man doch mal auf die Insel. Aber Borkum? Soviele Touristen, so hohe Preise. Aber es geht. Wenn man es richtig anstellt.

Emden/Borkum. Da im Kopf hat sich ein Problem festgesetzt, das dringend einmal von allen Seiten in Ruhe betrachtet werden muss.

In Ruhe. Das ist das Schlüsselwort. Ruhe im Emder Alltag, das geht nicht. Höchstens relative Ruhe, bei einem Lauf durch den Wolthuser Hammrich vielleicht.

Wohin also für ein Wochenende, für zwei Tage ohne Reden und Funktionieren und Hetzen?

Borkum. Ausgerechnet.

Um es vorwegzunehmen: Nach den zweieinhalb Tagen ist aus der 1B-Lösung eine 1A-Lösung geworden.

Aber von Anfang an. Borkum liegt nahe, in jeder Hinsicht. Und deswegen geht es diesmal mit dem Rad rüber. 51 Euro hin und zurück, Mann samt Mountainbike - ok, das geht. Aber wo schlafen? Da half der Zufall. Man kennt jemanden, der jemand kennt, dessen Nachbar hat 'ne Nichte und deren Mann hat eine Ferienwohnung auf Borkum, die in dieser Woche zufällig frei ist. So ungefähr lief es. Und im Ernst: So läuft es doch immer, wenn man ein bisschen verdrahtet ist in Emden. Natürlich gab es die Wohnung nicht umsonst für die zwei Nächte. Der Preis: Borkum-typisch. Aber wenigstens hatte man eine Bleibe.

Mit dem Fahrrad aus der Innenstadt zum Anleger. Purer Luxus. Andere fahren Hunderte von Kilometern bis Emden-Außenhafen. Auf der Fähre der Angriff der Gesundheitssandalen. Doch dazwischen Volleyballer, die zu den Beach Days 'rüberfahren. Eltern mit Kindern, Senioren. Insgesamt doch ein buntes Publikum.

Ankunft, ab aufs Rad. Reedestraße entlang, an der Deichschart links ab, durchs Gehölz bis in die Innenstadt. Wohnung: tipptopp. Balkon aufs Meer. Traumhaft.

Einschlafen mit offenem Fenster. Meeresrauschen. Traumhaft. Das hat man noch nicht mal in den vielen Urlauben in Südfrankreich. Und wenn da der eine Anruf in Sachen VW nicht gewesen wäre, hätte man den ganzen Abend geschwiegen.

Laufen. Schuhe an, kurze Hosen an. Verdammt, der Wind. Falsche Klamotten eingepackt. Also ab in den Sportladen. Was nimmt man? Ok, eine gesteppte Weste. „Hält die auch wirklich den Wind ab?” „Lassen Sie mich mal schauen”, sagt die Verkäuferin, und kramt das Etikett hervor. Da steht: „Ja, tut sie.” Der Preis: Borkum-typisch.

Aber es funktioniert. 14 Kilometer. Am Strand entlang, durchs Hinterland, über den Seedeich. Nicht einmal nass geworden. Das Essen hat man sich verdient.

Das gibt's in der Döner-Bude „Istanbul”, direkt am neuen Leuchtturm. Geheimtipp! Sieht nicht so toll aus, aber das war das beste Falafel-Rollo, das ich seit langem gegessen habe. Ob da die vielen Fisch-Fleisch-China-Pommes-Lokale in der Bismarckstraße mithalten können?

Die gesamte Reportage lesen Sie in der EZ-Ausgabe von diesem Samstag. Zu haben am Kiosk oder als ePaper.

Kommentare
FOLGEN SIE UNS
Anzeige

DER EZ-PODCAST

TIPPSPIEL-ANMELDUNG

KONTAKT ZU UNS

Sie ziehen um oder es gibt Probleme bei der Zustellung? Dann finden Sie Hilfe in unserem Servicebereich

Zum Servicebereich

Sie möchten direkten Kontakt zu einer Abteilung aufnehmen oder haben Anregungen? Dann finden Sie im Kontaktbereich die passende Adresse

Zum Kontaktbereich

AM SEEHAFEN