Emden

60 Radler fuhren bei der „Baumtour” mit

Die Emder AOK hat sich am bundesweit stattfindenden Fahrradsonntag beteiligt.

Von MARTEN KLOSE

Emden. Kühler Wind und graue Regenwolken konnten die Radler nicht aufhalten: Rund 60 Fahrradfahrer haben gestern Vormittag an der „AOK-Baumtour” teilgenommen. „Damit können wir hoch zufrieden sein”, sagte der Geschäftsbereichsleiter der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK), Frank Niehuisen.

Dabei hatte es noch eine halbe Stunde vor Tourbeginn so ausgesehen, als würde kaum einer bei der Tour mitfahren wollen: Nur eine Handvoll Radler hatte sich an der Johanna-Mühle versammelt. Erst um kurz vor zehn Uhr füllte sich der Platz vor der Windmühle, die wie die Paddel- und Pedalstation extra an diesem Tag geöffnet hatte. „Viele kommen auf den letzten Drücker”, hatte Niehuisen schon vorher vermutet. Er freue sich aber, dass so viele mitradeln wollten.

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Rundkurs

Mit dem Rundkurs hat sich die Emder Gesundheitskasse an dem bundesweit stattfindenden Fahrradsonntag der AOK beteiligt (wir berichteten).

Die 14 Kilometer lange Strecke über den Wall, über Meedenwege und durch den Stadtwald, hatte sich der Vorsitzende des Emder Kreisverbandes des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Horst Sturm, ausgedacht. Im Stadtwald machten die Sportler einen Zwischenstopp und stärkten sich mit selbst gemachtem Apfelsaft aus dem ökowerk. Außerdem wurden drei Apfelbäumchen gepflanzt. Jeweils ein Baum stehe für die AOK, die Stadt Emden und die Gemeinde Hinte, die die Aktion unterstützten. Die Bäumchen stammen aus dem ökowerk. „Eine Veredelung aus Dithmarscher Paradiesäpfeln, Gravensteinern und der Sorte Prinz Albrecht von Preußen”, sagte Elsche Wilts vom Fachdienst Umwelt der Stadtverwaltung.

„Die Strecke durch den Wald ist wirklich ausgesprochen schön”, fand Horst Sturm. Damit bei der Fahrt auch nichts schiefgehen konnte, haben Christa und Reiner Schuchardt, Rolf Schleicher und Otto van Borshum vom ADFC die Streckensicherung übernommen.

Den Radlern hat die Organisation gut gefallen: „Die Baumtour ist für uns genau das Richtige”, sagte Hedwig Ellen aus Hinte. Und auch Margarethe Frank (75) freute sich auf die Fahrt: „Radeln ist Lebensqualität und hält fit.” Und ihre 84-jährige Schwester Gertrud Strelow ergänzte: „Sport muss immer sein.”

Einziger Wermutstropfen ist, dass nur wenige junge Menschen an der Tour teilnehmen wollten, bedauerte Stadtbaurat Andreas Docter als Vertreter der Stadtverwaltung.

Dabei habe Niehuisen extra darauf geachtet, dass nachmittags wieder alle pünktlich zu Hause sind und Fußball-Weltmeisterschaft schauen könnten. Obwohl nur wenige unter 40-Jährige mitmachten, könne er sich wegen der guten Resonanz aber durchaus vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder einen Fahrradsonntag zu organisieren. An schönen Strecken mangele es in Emden zumindest nicht, hob auch Docter hervor: „Die Emder können unbeschwert in alle vier Himmelsrichtungen fahren. Am Dollart müssen sie allerdings warten, bis Ebbe ist”, sagte er mit einem Augenzwinkern.

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