74,3 Millionen Euro Schulden für Aurich bis 2019

Die Stadt wird höhere Kredite aufnehmen müssen und unter das Negativ-Niveau der 90er Jahre rutschen. Die Ratsmehrheit von SPD und Grünen hält das für vertretbar. Es fehlt auch an Wohnraum.

Aurich wird sich tief verschulden. Foto: Jens Wolf/dpa

Aurich. Dass die Stadt Aurich in den nächsten Jahren Schulden machen wird, war schon seit Längerem klar. Seit der letzten Ratssitzung am Donnerstag ist nun auch endgültig klar, dass höhere Kredite aufgenommen werden müssen. Demnach wird man bis Ende 2019 mit voraussichtlich 74,3 Millionen Euro in der Kreide stehen und würde damit sogar noch weit unter das Negativ-Niveau der 90er Jahre rutschen.

Die Verwaltung und die politische Mehrheit im Rat halten das Ganze trotzdem für vertret- und tragbar. So wurde der Haushalt mit 21 Ja-Stimmen von SPD und Grünen/GAP abgesegnet. Bis auf Hendrik Siebolds (Linke), der sich enthielt, votierten die 18 Vertreter der übrigen Parteien geschlossen dagegen. Vorausgegangen war eine zweieinhalbstündige, hitzige Debatte, bei der über neue Investitionen in Höhe von zwölf Millionen bis einschließlich 2019 für den sozialen Wohnungsbau gestritten wurde.

23.04.2016, 07:00 Uhr