”Ein historischer Ort!”

Gaststätte Feldkamp erhielt gestern Informationstafel zur Geschichte des Hauses.   Von JOHANNES BOOKEN

Hinte. Seit einigen Tagen schmückt eine Tafel die Hauswand der ältesten Hinteraner Gaststätte Feldkamp im Hinteraner Ortskern. Harm Diekena, Alex de Buur und Magdalene Jaenicke vom Fremdenverkehrsverein Hinte überreichten Gisela und ihrem Sohn Holger Feldkamp die Tafel, die über die Historie der Gaststätte aufklären soll.

Wie bereits berichtet, stammen die benachbarte Burg Hinte, die reformierte Kirche und die Gaststätte Feldkamp aus dem 15. Jahrhundert. Das muss sich jeder erst einmal vor Augen führen”, sagte Magdalene Jaenicke.

Der historische Postweg von Aurich nach Emden führte damals noch direkt an der Gaststätte Feldkamp und am Marktplatz ”Brügg Oort”, die beide am Knockster Tief liegen, vorbei. Des Weiteren gibt es am ”Brügg Oort” eine Schiffsanlegestelle, an der noch am 2. Oktober 1957 das letzte Torfschiff anlegte.

Für Heimatkundlerin Jaenicke ist die Gaststätte etwas Besonderes, zumal sie seit 150 Jahren, nämlich dem Jahr 1862, auch unter dem Namen Feldkamp geführt wird, weil immer wieder die Söhne das Haus weiter betrieben: ”Für uns als Fremdenverkehrsverein ist es einfach schön mit anzusehen, dass die Familie Feldkamp ihr 500 Jahre altes Haus und die historischen Elemente pflegt.” Zu diesen Elementen zählen die dicken Eichenbalken, der mehrere hundert Jahre alte Kamin und die niedrige Eingangstür. Dies solle in Zukunft mit Hilfe der Tafel gewürdigt werden.

Damit sie Näheres über die Vergangenheit des Hauses erfahren konnten, stöberte die Familie immer wieder im Staatsarchiv.

Jaenicke betonte während der gestrigen Enthüllung der Tafel, dass der Ort Hinte ein historischer Ort ist, wodurch viele Touristen angezogen werden. Am 28. September wird die historische Gaststätte Feldkamp ihr 150. Geschäftsjubiläum feiern. Für den aktuellen Betrieb ist das Haus samstags und sonntags geöffnet. Unter der Woche jedoch nur noch mit Vorbestellung ab zehn Personen.

Zur Geschichte der Gaststätte Feldkamp: Das Gebäude gehört zu den ältesten Bauwerken in Hinte. Im Jahr 1677 brannte es aus - die Mauern blieben aber erhalten. Nach dem Wiederaufbau wurde es mehrfach modernisiert.

Hierbei wurde darauf geachtet, dass die historischen Elemente erhalten bleiben. Durch die günstige Lage am Kanal und der damaligen Poststraße wurde das Gebäude wahrscheinlich als Zollstation genutzt.

Zudem soll dort eine Brauerei untergebracht gewesen sein. Die Reihenfolge der Besitzer ist ab 1768 nachweisbar.

17.07.2012, 18:36 Uhr