Region
Protest der Landwirte

Trecker-Demo zieht durch Emden und Ostfriesland

Erneut wollen Landwirte in der Region auf ihre Situation aufmerksam machen.

Von Johannes Booken und Imke Cirksena

Emden/Aurich/Ostfriesland. Zahlreiche Landwirte ziehen am Donnerstag erneut mit ihren Treckern durch Ostfriesland, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Demonstranten wollen bessere Rahmenbedingungen für ihre Arbeit, vor allem im Hinblick auf strenge Naturschutzauflagen und Düngeregulungen. Die Landwirte sind der Meinung, dass freiwillige Maßnahmen sinnvoller seien. 

Aus Hinte und der Krummhörn zog es bereits am Vormittag etwa 80 Treckerfahrer nach Emden. Sie trafen sich auf dem Parkplatz des Dollart-Centers. Nachdem dort eine Runde gedreht wurde, zog der Demonstrationszug weiter nach Aurich. Im Bereich der Landwirtschaftskammer und der Pferdemarktkreuzung fand von etwa 12 Uhr bis 14 Uhr eine Kundgebung statt. Mit den Treckern parkten die Landwirte jeweils auf der rechten Spur aus und in die Richungen Emden, Leer und Wittmund. Über die jeweils linken Spuren konnte der Verkehr gut an den parkenden Fahrzeugen vorbei fließen, so dass es zu keinen großen Einschränkungen im Verkehr kam.

Die Initiative "Land schafft Verbindung" (LSV) war auf dem Pferdemarkt mit einem mobilen Wahlbüro sowie einer Bühne vor Ort. Dort machten im Laufe der Kundgebung mehrere Landwirte ihrem Ärger Luft. Die Redner krisitierten dabei vor allem die sogenannten roten Zonen mit einer hohen Nährstoffbelastung, die im Zuge der Düngeverordnung ausgewiesen wurden. Landwirte, dessen Fläche in eine solche Zone fällt, hätten mit erheblichen Einschränkungen zu kämpfen, die die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes gefährden. "So kann es nicht weiter gehen. Dagegen müssen wir uns wehren", forderte ein Landwirt aus Timmel. Es handele sich um ein "Bürokratiemonster", das es zu bekömpfen gilt. Eine Richtigstellung der roten Gebiete sei notwendig.

Außerdem möchte LSV eine Klage vor dem Verfassungsgericht einreichen. Zu diesem Zweck sammelte die Initiative auch in Aurich nicht nur Unterschriften, sondern auch Gelder. 35 000 Kläger sei das Ziel, 15 000 sollten es mindestens sein. Im Wahlbüro vor Ort lagen Unterlagen für die Landwirte bereit. Jeder, der die Klage unterstützen möchte, soll mindestens 10 Euro zahlen. Der Betrag kann dann auf Wunsch noch aufgestockt werden. Auch Privatpersonen können etwas beisteuern.

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