Region
Unfall bei Szenario

Übung: Löschfahrzeug gerät auf Anfahrt in Graben

Etwa 50 Einsatzkräfte probten auf dem Gelände eines Bauernhofes in Jennelt den Ernstfall. Weil es aber tatsächlich zu einem Unglück kam, wurde die Übung schließlich abgebrochen.

Jennelt. Etwa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr haben am Samstagnachmittag an einer unangekündigten Übung in der Piepenbrückstraße in Jennelt teilgenommen. Einige Feuerwehrleute gerieten auf der Anfahrt aber in eine echte Notlage, weshalb das Szenario schließlich frühzeitig abgebrochen wurde.

Die Übung sah ein Feuer auf einem Bauernhof vor, erklärte Kilian Peters, Pressesprecher der Feuerwehr Krummhörn. Auf dem Hof sollte eine unbekannte Flüssigkeit auslaufen, die sich später als Heizöl herausstellen sollte. Außerdem galten bei der Übung sieben Menschen als vermisst. 

Der Eingang des Alarms erfolgte gegen 14.20 Uhr. Die Feuerwehren Krummhörn-Ost, Krummhörn-Nord, Visquard und die Einsatzleitwagen-Gruppe rückten umgehend zur Übung aus. Das Mittlere Löschfahrzeug der Feuerwehr Krummhörn-Nord geriet auf der Einsatzfahrt zur Alarmübung aber in einen Graben auf der Greetsieler Straße (L25). Bei dem Unfall wurden die sechs Insassen leicht verletzt. Aus diesem Grund wurde die Übung nach kurzer Zeit schließlich abgebrochen. Die verletzten Feuerwehrleute wurden vorsorglich mit einem Mannschaftstransportwagen in ein Krankenhaus gefahren.

Das Unfallfahrzeug musste mit einem Kran aus dem Graben geborgen werden. Da es noch nicht wieder fahrbereit ist, wurde es zum Gerätehaus der Feuerwehr Greetsiel gebracht. Für die Bergungsmaßnahmen musste die Greetsieler Straße (L25) zwischen Greetsiel und Eilsum zeitweise voll gesperrt werden.

Während der Übung auf dem Bauernhof gingen die beteiligten Einsatzkräfte zunächst unter Atemschutz in die verrauchte Scheune vor, um die sieben Vermissten zu retten. Eine Nebelmaschine sorgte dabei für ein authentisches Szenario.

Weitere Trupps wurden im hinteren Bereich des Gebäudes eingesetzt, um den Brand von außen zu bekämpfen. Über den Einsatzleitwagen-1 ließ der Einsatzleiter den Inhalt des Containers, aus dem das Heizöl auslief, anhand der Gefahrentafel ausfindig machen. Mit Hilfe des Materials vom Gerätewagen-Öl sollte das Leck abgedichtet werden.

In der Scheune mussten die Feuerwehrleute unter Atemschutz und mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten einen Menschen befreien, der unter einer 450 Kilogramm schweren Betonplatte lag.

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