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Eröffnung „Hospiz Stiftung Isensee”

Tag der offenen Tür findet am Donnerstag, 10.10., von 14 bis 18 Uhr statt.

Von Heike Goyert

 

Emden. Der 10. Oktober 2019 ist für viele Menschen in Emden ein ganz besonderer Tag, denn an dem Donnerstag wird das „Hospiz Stiftung Isensee” vormittags offiziell eröffnet und ab 14 Uhr hat die Bevölkerung die Möglichkeit, sich das Haus anzuschauen.

„Noch lautet unsere Adresse Bolardusstraße 39, aber bald erfolgt die Umbenennung in Isenseestraße 3”, sagt Stefan Kamer, Geschäftsführer vom Paritätischen Emden und der Betreiber vom Hospiz. Ab dem 14. Oktober werden dann die ersten Hospizgäste begrüßt.

Durch die Zusammenarbeit der Stiftung Hermann und Cäcilie Isensee, dem Förderverein Hospiz Emden und der Stadt Emden ist es gelungen, innerhalb von knapp 15 Monaten, dieses Haus zu errichten. „Das Grundstück wurde uns von der Stadt Emden zur Verfügung gestellt”, so Kamer. Die Baukosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro übernimmt die Stiftung.

Für den Hospizgast entstehen keine Kosten, denn 95 Prozent der anfallenden Kosten werden durch die Krankenkasse abgedeckt. „Und die Differenz wird durch den Förderverein getragen”, sagt Kamer. Dieser hat im letzten Jahr seine Mitgliederzahlen verdoppeln können und seine Hauptaufgabe wird auch in der Zukunft das Sammeln von Spenden sein.

Behagliches Ambiente 
für acht Hospizgäste

Insgesamt verfügt das Hospiz über acht Hospizplätze. Hinzu kommen ein Familienzimmer mit Boxspringbett und ein separates Angehörigenzimmer. Die acht anderen Zimmer sind alle identisch ausgestattet und verfügen über ein modernes Pflegebett, einen TV-Sessel sowie ein Sideboard, in dem sich ein hochwertiges Klappbett verbirgt.

„Alle Möbel in den Hospizzimmern wurden auf Maß gefertigt, um den zur Verfügung stehen Platz optimal zu nutzen”, so Kamer. Bei der Vergabe habe man darauf geachtet, hiesige Firmen zu nehmen.

Außerdem verfügt jedes Zimmer über große Schränke, viele Ablagemöglichkeiten und ein großes Bad mit bodengleicher Dusche. „Auch gibt es in jedem Raum Bilderleisten, um persönliche Bilder aufzustellen”, sagt Kamer. „Bei der Auswahl der Materialien haben wir sehr auf Qualität und Wohlfühl-Ambiente geachtet”, sagt Kamer. „Zusammen mit unseren Planern, Frauke Kaiser vom Planungsbüro Kaiser und ihrem Bruder Jens Kistner vom Architekturbüro Gerdes + Kistner aus Emden, wurde etwas geschaffen, das auch zu einem Fünf-Sterne-Hotel passen würde.”

Die Zimmer verfügen über große Flügeltüren, sodass die Pflegebetten auch auf die jeweilige Terrasse gefahren werden können. Eine Markise, Vorhänge und eine individuell steuerbare Temperaturregelung sorgen für weiteres Wohlbefinden.

Zusätzlich stehen für die Hospizgäste und ihre Angehörigen zahlreiche Gemeinschaftsräume zur Verfügung. Im größten gibt es einen großen Familientisch und eine Kochinsel, um eventuell selber etwas zuzubereiten. Des Weiteren gibt es ein sogenanntes Wellness-Pflegebad mit einer „unsichtbaren” Toilette.

Um zusätzlich etwas Ruhe finden zu können, wurde ein „Raum der Stille” eingerichtet, in dem sich unter anderem ein Sofa und ein Sekretär befinden, um eventuell etwas aufzuschreiben.

Atrium in der Mitte des Hauses

Absolutes Highlight des Gebäudes ist sicherlich das Atrium in der Mitte des Hauses. Der Innenhof ist zu zweidrittel nach oben hin offen. Dort liegt auch der große Gartenteich mit Fischen und vielen Pflanzen. Das andere Drittel besteht aus Glas und lässt so den Blick nach oben zu. Außerdem wurde dort ein Ethanolofen installiert, sodass man selbst an kühleren Tagen dort gemütlich sitzen kann.

Ebenfalls im Erdgeschoss befinden sich der Verwaltungsbereich und das Schwesternzimmer. Im Obergeschoss gibt es Wäscheräume sowie Zimmer für die Pflegedienstleitungen und die Sozialarbeiterinnen, Umkleide und Technikräume sowie einen großes Seminar- und Besprechungsraum. Mittels eines Treppenliftes ist auch dieser Bereich für Rollstuhlfahrer erreichbar.

Das Haus verfügt über eine Fotovoltaikanlage und ein begrüntes Dach. Fertiggestellt sind auch die Außenanlagen mit den einzelnen Terrassen und den Bepflanzungen. „Wir haben im ganzen Haus auch mit viel Farbe gespielt”, sagt Kamer, der an dieser Stelle ein besonderes Lob an die vielen Handwerker aussprechen möchte. „Sie haben alle engagiert und hoch motiviert gearbeitet, denn auch ihnen war es wichtig, aus diesem Haus etwas besonderes zu machen”, so Kamer.

Insgesamt hat das gesamte Projekt eine Gesamtfläche von 2125 Quadratmeter und die Nutzfläche beträgt 818 Quadratmeter. „Doch das sind nur nackte Zahlen”, so Kamer. Ihm ist es jetzt viel wichtiger, das Haus in Betrieb zu nehmen und mit Leben zu füllen.

Seit dem 1. Oktober sind die Mitarbeiter tätig. Neben den professionellen Pflegekräften sind dies die beiden Sozialarbeiterinnen Bärbel Müller und Anke Schurig. Unterstützt werden sie durch über 35 Ehrenamtliche, die sich seit einem Jahr auf die nun beginnende Arbeit vorbereiten. Begleitet wurden sie durch Gaby Mälzer, die seit vielen Jahren im Hospizdienst aktiv ist.

Großes Kuchenbüfett zur Einweihung

Ihre erste Aufgabe haben die Ehrenamtlichen bereits vor dem 10. Oktober zu erledigen, denn sie werden durch selbst gebackenen Kuchen für ein umfangrangreiches Kuchenbüfett sorgen, dass am Donnerstag ebenso angeboten wird es Tee, Kaffee, Kaltgetränke und Leckeres vom Grill.

„Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher beim Tag der offenen Tür”, sagt Kamer.

Förderverein Hospiz in Emden, Ostfriesland e.V.

Bolardusstraße 39 / zukünftig Isenseestraße 3

26721 Emden

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