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Das Feuerschiff Amrumbank hat seit 35 Jahren seinen Liegeplatz im Emder Ratsdelft

Gefeiert wird am 3. August mit einem Open Ship, Eintritt frei.

Emden. Am 3. August erinnert der Verein Museums-Feuerschiff Amrumbank/Deutsche Bucht mit einem „Open Ship” an 35 Jahre Liegeplatz im Ratsdelft. Von 10.30 bis 17 Uhr ist der Eintritt zum Museum im Feuerschiff frei. In Gruppen werden Führungen angeboten. Dabei sind die Museumsführer darauf eingestellt, auch andere Bereiche zu zeigen, die normalerweise nicht zugänglich sind.

Außerdem gibt es wegen der bevorstehenden Sanierung des Schiffes unter anderem auf alle maritimen Artikel im Shop einen Rabatt von 40 Prozent (Ausnahme sind die Seekarten). Kunstdrucke von Ole West dürften dabei ein besonderes Interesse wecken.

Das Feuerschiff-Restaurant ist durchgehend geöffnet.

Musikalische Untermalung gibt es am Vormittag von der Emder Shanty-Gruppe. Sie war auch bei der Einweihung des Liegeplatzes vor 35 Jahren dabei.

 

 

Heute der Blickfang im Emder Delft

 

Feuerschiff Amrumbank: vom außer Dienst gestellten Schiff zum schwimmenden Feuerschiff-Museum.

 

Emden. Für viele gehört das Feuerschiff Amrumbank im Ratsdelft einfach zu Emden. Doch diesen Anblick gibt es erst seit 35 Jahren. Im folgenden ein kleiner Rückblick: Kapitän Adolf Janssen hatte die Idee und Dr. Erich Brüggemann war die Führungspersönlichkeit, die Menschen dazu begeistern konnte, das Feuerschiff Amrumbank nach 65-jähriger Dienstzeit in der Nordsee nach Emden zu holen.

Viele Vorgespräche und Vereinbarungen mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord-West sowie die Zahlung von 18 000 DM (Schrottpreis) waren notwendig, damit das außer Dienst gestellte Feuerschiff Amrumbank von dem in Emden gegründeten Verein „Arbeitskreis Museumsfeuerschiff e. V.“ übernommen werden konnte.

Vom letzten Kapitän der Amrumbank, Reinhold Völkel, wurde das Schiff von Wilhelmshaven kommend am 19. Oktober 1983 in der Nesserlander Schleuse an Adolf Janssen übergeben. Er gab das überraschende Kommando, das Schiff zunächst direkt an das Ostufer des Ratsdelftes, nahe dem jetzigen Liegeplatz, zu steuern und lieferte damit den ersten Beweis, dass die Amrumbank dort seinen ständigen Ankerplatz finden könnte. Anschließend wurde die Amrumbank für einige Tage am Ufer beim Hafentor festgemacht.

Am 27. Oktober 1983 wurde die Amrumbank in das Dock der Thyssen-Nordseewerke verholt. Mitarbeiter der Firma Adalbert Janssen befreiten den Unterwasserbereich des Schiffes von Algen, Muscheln und sonstigem anhaftenden Befall. Danach konnte neue Farbe aufgebracht werden.

Im Stichkanal, an der Straße „Am Duckeldamm“, wurde die Amrumbank in neunmonatigem Zeitaufwand zu einem Museums-Feuerschiff umgebaut.

Es war von Anfang an der Plan von Adolf Janssen, den ständigen Liegeplatz des Schiffes im Ratsdelft auf der heutigen Position festzulegen. Der Name „Georg-Breusing-Promenade“ wurde erst später für diesen Weg am Delft festgelegt.

Anhand einer Zeichnung stellte Janssen den „Maritimen Mittelpunkt“ heraus, der den Blick aus vier Richtungen, und zwar der Burgstraße, Neutorstraße, Faldernstraße und dem Hafen, unmittelbar sofort auf das Feuerschiff freigibt.

 

Bedenkenträger

Wie bei vielen neuen Vorhaben gab es auch hier aus allen Richtungen gegen den Liegeplatz Bedenkenträger. Besonders wurden Befürchtungen hinsichtlich der Größe des Schiffes geäußert. Gewohnt war man eigentlich nur noch die flachen Boote der Hafenrundfahrt und Wasservögel, die sich im Hafen aufhielten.

Letztlich konnte sich jedoch der Verein erfolgreich durchsetzen und ab Mai 1984 wurde der Liegeplatz ausgebaggert, Dalben für das Festmachen des Schiffes als auch für den Steg zum Schiff wurden gerammt. Die Anschlüsse der Landversorgung für Strom, Wasser, Abwasser und Telefon wurden gelegt.

Am 2. August 1984 war es dann soweit. Die Amrumbank verließ den Platz der Um- und Ausrüstung im Stichkanal. Mit Schlepperhilfe wurde sie zu ihren neuen und jetzigen endgültigen Liegeplatz im Ratsdelft verholt. Ein Empfang für die vielen Unterstützer und Sponsoren fand am 3. August statt. Der 4. August war erstmals der Tag, an dem man das Schiff besichtigen konnte. Die Ankunft des Feuerschiffs Amrumbank und auch der erste Tag der Besichtigung wurde von vielen Tausenden Emdern begleitet.

Karl de Haan hat mit seinem Leserbrief von damals sicher recht behalten: „Der Vergleich mag vermessen erscheinen, aber denken wir doch nur an den Eiffelturm in Paris. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1889 nahmen die Proteste der Franzosen über die Verschandelung von Paris kein Ende. Heute ist er das Wahrzeichen, ohne das Paris nicht Paris wäre.“

Wenn die Amrumbank wegen einer Ausfahrt nicht im Ratsdelft liegt, dann fehlt vielen der Blickfang im Delft. Und dies wird schon in Kürze für längere Zeit geschehen, weil eine Grundsanierung des Schiffes bevorsteht. Und die könnte sechs Monate dauern.

In vier Wochen, am 31. August, wird die Amrumbank ihren angestammten Liegeplatz verlassen. Und dies vorzeitig, da die Sperrung der Eisenbahnbrücke mehrere Monate dauern wird und kein Schiffsverkehr möglich ist. Die Amrumbank wird dann zum Tonnenhof verholt. Dort wartet sie auf einen Werfttermin, entsprechend der laufenden Ausschreibung. Doch bevor es in die Werft geht, muss alles ausgeräumt werden. Helfende Hände sind dann sehr willkommen.

www.amrumbank.de

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