Zweiter Rettungskreuzer für Offshore-Dienst

AG Ems nahm gestern die „Eiswette” der DGzRS in Empfang.

Von EZ-Redakteur

AXEL MILKERT



Emden. Die AG Ems hat ihren Plan umgesetzt und einen zweiten ehemaligen Seenotrettungskreuzer gekauft. Die „Eiswette” soll künftig im Offshore-Dienst eingesetzt werden und Personal und Material befördern. Gestern überführte eine Crew der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) das Schiff von der Weser nach Emden.

Zunächst machte das Fahrzeug am Borkumkai fest, verholte dann zu den Nordseewerken und legte sich dort hinter die „Emswind”, den zweiten, von der Oldersumer Diedrich-Werft umgerüsteten Ex-Rettungskreuzer der AG Ems.

„Wir wollten ein zusätzliches Schiff für den Offshore-Bereich”, sagte AG Ems-Sprecherin Corina Habben. Unter welchem Namen die „Eiswette” in Zukunft fahren soll, will die Reederei erst in einigen Wochen verkünden. „Emswind” (Ex-„Ossi Barck”) und „Eiswette” fahren voraussichtlich als Windpark-Tender. Für die „Emswind” besteht bereits ein Vertrag mit dem Windpark-Entwickler Bard Engineering, bestätigte AG Ems-Kapitän Olaf Bienert auf Anfrage.

Die „Eiswette” wird demnächst für Offshore-Zwecke umgebaut. Wo, das steht noch nicht fest. Allerdings werde der Aufwand diesmal weniger groß sein, als zuvor bei der „Emswind”, sagte Claus Hirsch von der technischen Inspektion der Reederei. Erneuert werden vor allem Teile der Navigation und der Schiffstechnik.

Für die AG Ems sind die beiden Schiffe ideal, gerade im Hinblick auf ihr neues Einsatzgebiet: „Sie fahren raus, wenn andere drin bleiben”, verwies Olaf Bienert auf die hohe Seetüchtigkeit der Rettungskreuzer. Bis zu 22 Personen können mit der „Eiswette” befördert werden. Voll ausgerüstet erreicht sie eine Geschwindigkeit von 19 Knoten. Gebaut wurde sie 1980 auf der ehemaligen Schweers-Werft (heute zur Lürssen-Werft gehörend).

Die DGzRS mustert nach und nach die „Eiswette”-Klasse aus. Dazu gehören auch die Ex-„Ossi Barck” und die „Fritz Behrens” (stationiert in der Greifswalder Oie). Zwei neue, 29 Meter lange Rettungskreuzer sind dafür als Ersatz in Auftrag gegeben worden. Es gebe aber weitere Optionen, sagte Jörn Meyer, technischer Inspektor der DGzRS.

Die DGzRS-Crew hatte die „Eiswette” am Donnerstag zunächst von der Lürssen-Werft in Bardenfleth nach Borkum gefahren. Dort verbrachte die Mannschaft die letzte Nacht auf „ihrem” Schiff, um am Freitag die restlichen Seemeilen nach Emden zu absolvieren.

14.11.2008, 17:59 Uhr
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