Verurteilung nach Eintrag bei Facebook

Ein 34-jähriger Emder wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Emden wegen Volksverhetzung schuldig gesprochen. Den Mann konnten die Beamten ausfindig machen, obwohl er mit einem Pseudonym geschrieben hatte.

Hier wurde der Emder verurteilt: das Amtsgericht Emden.

Emden. "Welche Fachkräfte? Abschieben. Oder Zyklon B. Hat vor 75 Jahren auch geholfen." Weil er diesen Text zum Thema Asylbewerber im sozialen Netzwerk Facebook geschrieben hat, ist ein 34-jähriger Emder am Donnerstag vom Amtsgericht Emden zu fünf Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Strafe wurde auf vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss der Verurteilte 120 Sozialstunden ableisten.

Die Volksverhetzung hatte sich am 25. Juli des vergangenen Jahres ereignet. Wie Richter Dietmar Härtel gestern vor Gericht sagte, beobachtet die Polizei die einschlägigen Foren im Internet und geht den dort begangenen Straftaten stichprobenartig nach. "Sonst wären wir gar nicht auf Sie gekommen", räumte der Richter ein. Den Emder konnten die Beamten ausfindig machen, obwohl er seinen Text unter einem Pseudonym veröffentlicht hatte.

 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung vom 9. Mai. Hier geht´s zum ePaper dieser Einzelausgabe.

09.05.2014, 05:00 Uhr