Rettungsaktion für "Emden" angelaufen

Beim allerletzten Besuch der Patenfregatte in Emden sind am Wochenende eine ganze Reihe von guten Vorsätzen gefasst worden. Allerdings: Für eine Vereinsgründung hat es trotz aller Bemühungen und guter Worte dann doch noch nicht gereicht.

  • Wird es in nächsten Zeit wohl nicht mehr geben: Besuch im Ratssaal von der Marine. Foto: Wilken (1/3)
  • Gespräche beim Matjes: Empfang in der A Lasco-Bibliothek. Foto: Wilken (2/3)
  • Die Marine kann auch Kuchen: Fregatten-Torte beim Empfang. Foto: Voitel (3/3)

Emden. Oberbürgermeister Bernd Bornemann hat am Samstagabend an Bord der Fregatte "Emden" noch einmal richtig ausgeholt - historisch gesehen. Beim offiziellen Empfang der Bundesmarine für Vertreter der Stadt, darunter viele aktive und ehemalige Kommunalpolitiker, Vertreter von Vereinen und Verbänden sowie aus der Emder Wirtschaft, ging der OB bis ins Jahr 1908 zurück, um am Ende mehr oder weniger deutlich zu machen: Eine solch geschichtsträchtige Patenschaft, wie sie zwischen der Marine und der Stadt Emden seit über 100 Jahren praktiziert und gelebt wird, darf nicht einfach erlöschen, nur weil eine über 30 Jahre alte Fregatte mit dem Namen "Emden" - sie ist seit 1908 das fünfte Kriegsschiff, das den Namen "Emden" trägt - außer Dienst gestellt wird.

Das soll nun mit aller Macht verhindert werden. Am Sonnabend sind die letzten Vorbereitungen für die Gründung eines Freundeskreises getroffen worden, in dem neben den beiden Gründungsmitgliedern Oberbürgermeister Bornemann und Fregattenkapitän Hendrik Hülsmann, unter anderem auch die "Bordgemeinschaft der Emden-Fahrer", die Marienkameradschaft, der Schützenverein Loppersum und der Bürgerverein Port Arthur / Transvaal Mitglied werden sollen. Darüber hinaus steht der Verein allen interessierten Bürgern offen. Allerdings: Für eine Vereinsgründung hat es trotz aller Bemühungen und guter Worte dann aber doch noch nicht gereicht.

 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Emder Zeitung vom 3. Juni.

03.06.2013, 05:00 Uhr