Pewsumer Serie soll weiter halten

Fußball-Niedersachsenliga: Im Derby gegen Leer werden heute wichtige Punkte im Kampf um Klassenerhalt vergeben.

Pewsum. Dass der Pewsumer Ralf Ammermann bei Germania Leer ein heißer Kandidat für das Traineramt in der neuen Saison ist, hätte eigentlich interne Kommandosache bleiben sollen. Inzwischen ist die Anfrage bekannt und seine Antwort steht noch aus.

Die ungeklärte sportliche Zukunft des Veenhusers soll Heute Abend kein Thema beim Ostfrieslandderby der Fußball-Niedersachsenliga zwischen dem TuS Pewsum und den Leeranern sein (Anstoß 18.15 Uhr). „Dass ich dort im Gespräch bin, wird komplett ausgeblendet”, betont Amermann und konzentriert sich voll auf die aktuelle Herausforderung. Das Ziel heute: „Wir wollen die große Chance nutzen und an den Leeranern vorbeiziehen.”

Nur einen Zähler trennen beide Vereine derzeit. Die Krummhörner verbesserten sich durch den 1:0-Pflichtsieg beim Schlusslicht VfL Bückeburg um drei Plätze auf Rang zwölf. Hält ihre Erfolgsserie, kann der TuS die als Zehnter notierten Germanen vorerst abhängen. Die Platzherren können mit breiter Brust ins Nachholspiel gehen: „Wir haben seit drei Spielen nicht mehr verloren. Diesen Weg wollen wir fortsetzen”, sagt Ammermann.

Die Startprobleme nach der Winterpause gegen Kontrahenten aus dem oberen Drittel sind ausgestanden. Es läuft wieder rund bei seiner Elf. Für den Pewsumer Coach ist das ein Zeichen für fruchtbare Arbeit. Die Diskussion um seine Person spiele weder für Ammermann, noch für die Mannschaft eine Rolle: „Die Leistungen habe bestätigt, dass wir gut zusammenarbeiten.” Das solle bis zum 30. Juni Bestand haben. Dann wird der Veenhuser aus familiären Gründen, wie er selbst begründete, seine Arbeit beim TuS beenden. Wie es darauf für ihn weitergeht und ob er das Angebot von Leer annimmt, lässt Ammermann offen: „Ich werde sobald wie möglich eine Antwort geben. Im Moment will ich mich nicht äußern.”

Erst kurzfristig soll sich heute entscheiden, ob die Gastgeber auf ihre angeschlagenen Leistungsträger Ingo Ukena, Martin Peters, Dirk Schulthindrik und Kai Hülsmann zurückgreifen können. Den Kontrahenten kennt Ammermann als langjährigen Stürmer und Trainer des VfL natürlich bestens: „Bei Standardsituationen müssen wir auf Timo Klemm aufpassen. Bertram und Colak sind im Spiel nach vorn gefährlich. Uns erwartet eine spielstarke Mannschaft”, sagt Ammermann. Bei den Germanen feierte Obmann Axel Woldenga als Nachfolger von Johann Lünemann eine erfolgreiche Trainerpremiere. Reichlich Spannung ist heute garantiert, denn für beide Seiten steht im Kampf um den Klassenerhalt viel auf dem Spiel. 

09.04.2008, 11:44 Uhr