Ostfriesische Geschichte in Silber und Porzellan

Porzellan und Silber - die Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung hat eine Fülle kulturhistorisch interessanter Objekte der Familie von Frese aus Loppersum übernommen.

Elske Visser hat das Frese-Silber mit großem Aufwand geputzt und wieder auf Hochglanz gebracht. Alle Teile waren schon seit langer Zeit nicht mehr gereinigt worden und hatten eine nahezu schwarze Patina angenommen. Foto: Eric Hasseler

Emden. Elske Visser, in Emden dafür bekannt, dass sie Silber und Messing von ihrer in Jahrzehnten angelaufenen Unansehnlichkeit befreit, hat sich eines besonderen Falles angenommen. Es galt, Relikte der Familie von Frese aus Loppersum aufzuarbeiten. Und diese Arbeit begann in ihrer Küche, wo sie Silberpokale, Jardiniere, Schalen, eine Bowle und Leuchter zunächst einmal einer gründlichen Reinigung mit lauwarmem Wasser unterzog, um sich dann in spezieller Weise mit Zahnbürsten, Wattestäbchen, großen Watteträgern, weichen Lappen und einem bewährten Putzmittel daran machte, den Stücken aus dem 19. Jahrhundert wieder zu strahlendem Glanz zu verhelfen.

Angetan mit Schürze und Mundschutz bearbeitete Elske Visser das feine Filigran der üppigen Silberwaren aus der Zeit des Historismus. Die glatten Flächen putzte sie hochglänzend, die feinen Rosetten-Verzierungen dagegen wurden nur einer Grundreinigung unterzogen, um ihre Patina nicht zu zerstören. Denn das war von den Silberschmieden damaliger Zeit so geplant, um die Struktur dieser feinen Elemente hervorzuheben und ihnen Tiefe zu verleihen.

16.07.2017, 09:55 Uhr
Über die Autorin
Ina Wagner Freie Mitarbeiterin Lokales bei der EZ seit: 1985