OB-Wahl: Auch Hintes Bürgermeister will kandidieren

Manfred Eertmoed will Bürgermeister in Emden werden. Eine Mitteilung der Emder SPD greift einer persönlichen Erklärung Eertmoeds vor.

Manfred Eertmoed will Emder OB werden - sich allerdings erst heute Nachmittag persönlich erklären. Foto: Günther-Gerhard Meyer

Emden. „Bernd Bornemann hat viel für die Stadt Emden geleistet und auch in schwierigen Situationen notwendige Schritte eingeleitet. Dies verdient nicht nur unseren Respekt, sondern auch großen Dank“, sagte Christian Röben, kommissarischer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Emden, nach einer Vorstandssitzung am Dienstagabend. Aufgrund der Erklärung von Bernd Bornemann, nicht wieder anzutreten, habe der Vorstand kurzfristig über die neue Situation diskutiert und einen Fahrplan festgelegt. „Wir sind davon ausgegangen, dass Bornemann sich erst auf dem Neujahrsempfang am 12. Januar erklären wird“, so Röben. 

Manfred Eertmoed, Bürgermeister der Gemeinde Hinte, habe nach Gesprächen sein Interesse an einer Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt in Emden gegenüber dem Vorstand erklärt und wird sich dem Verfahren des Unterbezirks stellen. Mit dieser Information greift eine Mitteilung der Emder SPD Manfred Eertmoed vor, der erst für den Nachmittag eine Erklärung angekündigt und zu einer Pressekonferenz eingeladen hat.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Emder Stadtrat, Gregor Strelow, hatte sein Interesse gegenüber der Presse schon im Vorfeld bekundet. 

Der Vorstand der SPD Emden hat festgestellt, dass bis heute somit zwei Bewerbungen für die Oberbürgermeister-Kandidatur vorliegen. Der Vorstand will Vorstellungsrunden in den vier Kommunalwahlbereichen organisieren, bevor Anfang März eine Delegiertenkonferenz den SPD-Kandidaten wählt. Die Vorstellungstermine werden in der kommenden Vorstandssitzung am 16. Januar festgelegt. Bis zu dieser Vorstandssitzung könne man sich noch beim Vorstand bewerben. „Zu dieser Vorstandssitzung werden alle SPD-Bewerber eingeladen“, sagte Röben. 

Zudem habe der Vorstand beschlossen, keinen parteilosen Bewerber zu unterstützen. „Alle Bewerber sollen die Möglichkeit haben, sich in einem transparenten und fairen Verfahren den Parteimitgliedern vorstellen zu können“, so Matthias Arends, Landtagsabgeordneter und Kassierer des Unterbezirks Emden.

09.01.2019, 10:24 Uhr