Mögliches Klinik-Konzept: Norder Standort steht vor dem Aus

Am Donnerstag hat erstmals eine gemeinsame Sitzung des Emder Rates und des Auricher Kreistages stattgefunden. Dabei ging es um die Zukunft der medizinischen Versorgung in Emden, Aurich und Norden. Lesen Sie hier den Liveticker.

Über 100 Politiker aus Emden und Aurich informieren sich während einer gemeinsamen Sitzung über ein mögliches Konzept für die Kliniken. Foto: Johannes Booken

Emden. Über 100 Politiker und rund 175 Bürger haben sich am Donnerstagnachmittag in der Johannes a Lasco Bibliothek über ein mögliches Konzept für die Kliniken in Emden, Aurich und Norden informiert. Bekannt wurde, dass der Standort Norden vor dem Aus steht. "Zehn Jahre wird es dauern, bis ein kompletter Klinikverbund aufgebaut ist", hieß es. Das bedeutet: Die stationäre Aufnahme in Norden muss schließen. Die Notfallversorgung soll allerdings bleiben.

Im Folgenden der Liveticker zur Nachlese:

 

18.57 Uhr: Wir beenden hiermit den Liveticker. Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen einen angenehmen Abend!

18.55 Uhr: Die gemeinsame Sitzung ist beendet. Es gibt Lob vom Sitzungsausschuss für eine "ruhige Veranstaltung". 

18.54 Uhr: Hinrich Busker (SPD), Mitglied des Kreistages Aurich, hat die Fragerunde dafür genutzt, noch einmal für ein Zentralklinikum zu werben. "Lasst uns dieses Thema noch einmal auf die Tagesordnung nehmen", sagte Busker. Eine Frage hatte er allerdings nicht.

18.50 Uhr: Könnte aus dem Norder Standort womöglich eine Kur-Einrichtung werden? "Die Hürden dafür sind sehr hoch", sagt Gesang. Darüber hinaus könne die Geschäftsführung laut Eppmann keine volkswirtschaftliche Prognose für diesen Standort abgeben.

18.46 Uhr: Eppmann betont, dass ein befristeter Arbeitsvertrag die einzige Möglichkeit für eine Geschäftsführung sei, Stellen abzubauen.

18.44 Uhr: Insbesondere die Mitglieder des Auricher Kreistages stellen viele Fragen.

18.37 Uhr: Wenn in einem laufenden Betrieb Umbauarbeiten stattfinden, müsse man laut Eppmann kleinteiliger denken. Er antwortet damit auf die Reaktion Eichhorns. Er findet es nämlich komisch, dass eine Zentralklinik innerhalb von sechs Jahren realisiert werden könne, der neue Verbund aber mindestens zehn Jahre brauche. Diese Antwort reicht Eichhorn. Weitere Fragen hat er nicht.

18.34 Uhr: In Norden soll in den kommenden acht bis neun Jahren die stationäre Aufnahme geschlossen werden. Doch die Notfallversorgung bleib bestehen. "Das können wir uns auch nicht anders aussuchen", erklärt Eppmann.

18.32 Uhr: Jochen Eichhorn (GfE) interessiert sich für eventuelle Fördergelder vom Land für einen Klinikverbund. 

18.29 Uhr: Gesang betont, dass zukünftig jeder befristeter Vertrag geprüft werde. Es könne zu Mehreinstellungen kommen. Doch gleichzeitig stellt Gesang klar, man müsse in Betracht ziehen, befristete Verträge nicht zu verlängern.

18.28 Uhr: Nun geht es um die Fortführung befristeter Verträge.

18.26 Uhr: Die Notfallversorgung in Norden soll in den nächsten Jahren vorerst bleiben. 

18.24 Uhr: Nun kommen gebündelt die Antworten auf die Fragen.

18.23 Uhr: Franz Constant (GFA) vom Kreisrat Aurich möchte wissen, ob sich bei beim Thema Zeitverträge der Mitarbeiter etwas ändern wird.

18.21 Uhr: Wie ist es mit der künftigen Notfallversorgung in Norden bestellt? Das fragt ein Abgeordneter des Auricher Kreistages.

18.18 Uhr: Es geht um das Thema Berufsausbildung. Gesang betont, dass auch zukünftig in den Häusern ausgebildet werden soll.

18.16 Uhr: Eppmann betont, dass er keine Aussage über mögliche Fahrzeiten der Emder nach Aurich oder Leer getroffen habe. Doch die Fahrzeit, um eine medizinische Versorgung zu erhalten, ist ein sensibles Thema für die Bevölkerung. 

18.13 Uhr: Hilko Gerdes (CDU), Mitglied des Auricher Kreistages, steht am Mikrofon. Er wollte die Veranstaltung als Diskussionsplattform nutzen. Doch er wurde durch den Sitzungsvorstand abgewiesen. Fragen, die er hatte, übergab er deshalb schriftlich. So sollte eine Informationsveranstaltung nicht laufen, betonte der Sitzungsvorstand.

18.06 Uhr: Der Vortrag ist beendet. Nun dürfen die Politiker aus Emden und Aurich Fragen stellen.

18.05 Uhr: "Emotion pur" sagt Eppmann und blickt auf weitere wichtige Faktoren für die Schaffung eines Klinikverbundes. "Der politische Wille, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, gesellschaftlicher Konsens und ein klinikinterner Konsens sind ausschlaggebend", betont Eppmann.

18 Uhr: Um einen Klinikverbund zu ermöglichen, müssen nach Worten Eppmanns mehrere Faktoren gegeben sein: Positive Resonanz von Kostenträgern und Land, eine architektonische Umsetzbarkeit (Ermittlung von Investitionskosten) sowie die Wirtschaftlichkeit im Blick auf die Patientenströme.

17.56 Uhr: Der Schluss des Vortrages naht. Eppmann betont, dass die Klinik in Norden nicht allzu schnell geschlossen werde. "Wir brauchen diesen Standort für die Versorgung im Landkreis Aurich", sagt Eppmann. Vor 2025/2026 soll der stationäre Standort in Norden nicht aufgegeben werden.

17.54 Uhr: Sollte es einen Klinikverbund mit drei Standorten geben, so sollen alle drei Kliniken folgende Angebote vorweisen: Sektorenübergreifendes Notfallkonzept, Medizinisches Versorgungszentrum, Tagesklinik Psychiatrie, kooperierende Praxen und ein ambulantes palliatives Angebot.

17.51 Uhr: Offen lässt Eppmann, welche Fachbereiche wo angesiedelt werden. Das hänge von Patientenströmen, Wegstrecken, der Wettbewerbssituation, der vorhandenen Strukturen und der Investitionskosten für neue Strukturen ab, heißt es in dem Eckpunktepapier. Doch ein Ergebnis werde nicht vor Ende März dieses Jahres erwartet.

17.47 Uhr: "Wir stehen im Wettbewerb um Mitarbeiter", betont  Eppmann. Diesem Umstand könnte man mit Kompetenzzentren entgegenwirken, meint Eppmann.

17.45 Uhr: Was könnte mit den Standorten passieren? Das will nun Eppmann verkünden.

17.41 Uhr: Nun geht es um einen möglichen Klinikverbund. Dieser sieht derzeit allerdings nur zwei Standorte vor.

17.37 Uhr: Fünf der häufigsten Diagnosen in Deutschland nach Krankenhausfällen könnten laut Gesang in einem Kompetenzzentrum, wie es für die Region geplant ist, behandelt werden. Dazu gehören Hirninfarkt, Bluthochdruck, Chronische Herzkrankheiten, Herzinfarkt und Arterienverkalkung.

17.35. Es sollen vielmehr Zentren gebildet werden durch die Konzentration zusammengehöriger Fachbereiche an einem Standort.

17.32 Uhr: Das neue Konzept sieht eine Auflösung von Doppel- und Dreifachangeboten vor, erklärt Gesang. 

17.31 Uhr: "Nicht mehr das Scheckbuch einer Kommune ist für den Betrieb von Kliniken entscheidend, sondern man wird unter bestimmten Umständen keine Klinik oder einzelne Fachbereiche mehr betreiben dürfen", lautet eine Aussage der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

17.27 Uhr: Eppmann erklärt, was man als Träger beziehungsweise als Klinik noch selbst entscheiden darf im Hinblick auf das medizinische Angebot. Doch es gibt Betriebsvoraussetzungen, an die sich die Häuser halten müssen. Darunter zählen unter anderem die Notfallversorgung, die Versorgung von Frühgeborenen sowie die Geburtshilfe.

17.20 Uhr: Gesang betont, dass in den drei Kliniken einige Abteilungen doppelt beziehungsweise dreifach vorhanden seien: "Da kann man etwas einsparen." Doch es gibt auch Alleinstellungsmerkmale. Emden bietet die Neurologie, die Stroke-Unit und das Hernienzentrum. Im Auricher Klinikum zählen die Strahlentherapie/Onkologie, die Geriatrie und die Kardiologie zu den Alleinstellungsmerkmalen. Norden bietet die Palliativ- und Schmerzmedizin.

17.18 Uhr: Astrid Gesang, Geschäftsführerin des Emder Klinikums, ist am Mikrofon. Sie spricht von der aktuellen Ausgangslage und erörtert, welche Abteilungen in welchen Häusern vorhanden und einmalig sind.

17.13 Uhr: "Das, was auf uns zukommt, wird kein leichter Weg. Er wird steinig und fordert viel Konzentration und Durchhaltevermögen", sagt Eppmann. Die Umsetzung des Projektes werde, sofern die Politik dem Konzept zustimmen wird, rund zehn Jahre in Anspruch nehmen.

17.12 Uhr: Noch ist keine der Analyse der Patientenherkunft vorhaden. Im Laufe des März soll dies laut Eppmann erarbeitet werden.

17.10 Uhr: Claus Eppmann, Geschäftsführer der Trägergesellschaft Zentralklinikum Aurich-Emden-Norden, ergreift das Wort. Er betont, dass es sich beim Eckpunktepapier lediglich um einen Zwischenstand handele und nicht um etwas Endgültiges.

17.07 Uhr: Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann freut sich über die große Resonanz der Besucher. 

17.04 Uhr: Unter den Besuchern befinden sich einige Mitarbeiter der betroffenen Kliniken.

17.02 Uhr: Die Sitzung wird eröffnet.

17.01 Uhr: Laut Information der Stadt sind rund 175 Besucher zur gemeinsamen Sitzung der Räte gekommen.

16.49 Uhr: Interessant: Die einzelnen Fraktionen sitzen nicht beisammen. Auch die Politiker aus Aurich und Emden sitzen nicht - wie man es vielleicht erwarten würde - getrennt voneinander. Es ist eine bunte Mischung. 

16.45 Uhr: Herzlichen Willkommen zu unserem Ticker live aus der Johannes a Lasco Bibliothek. 

 

 

 

 

18.01.2018, 16:59 Uhr
Über den Autor
Johannes Booken Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2012
Telefon: 04921-8900422
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