Landwirte gehen auf die Barrikaden

Neuer Widerstand gegen den Konverter-Bau: Keine weitere Versiegelung von Flächen.

Noch ist es ein Stoppelfeld: Die Landwirte Ihno Groeneveld, Albert Poppinga, Bernhard Gosling, Berend und Bernhard Sanders, Heiko Müller und Diedrich Groen wollen den Bau eines Amprion-Konverters nördlich der A 31 verhindern. Auch die anderen Standorte in Emden-Ost seien nicht geeignet. Im Hintergrund ist der bereits im Bau befindliche Tennet-Konverter zu sehen. Foto: Eric Hasseler

Emden. Der Widerstand den Bau einer weiteren, riesigen Konverter-Station auf Emder Boden zieht immer größere Kreise: Jetzt wenden sich Emder Bauern mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: Sie fordern Netzbetreiber Amprion auf, für die Errichtung des Strom-Umwandlers keine weiteren Flächen zu versiegeln. Stattdessen sprechen sie sich dafür aus, dass die Konverter-Station im Jarßumer Hafen entsteht.

„Das Maß ist voll. Es darf nicht noch mehr wertvolle landwirtschaftliche Fläche verbraucht werden”, sagte Bernhard Gosling, Zweigvereinsvorsitzender des Landvolkverbandes gestern in einem Pressegespräch.

Die Landwirte reagieren damit auf Pläne des Netzbetreibers Amprion, der vor 14 Tagen insgesamt fünf Areale im Stadtgebiet präsentiert, die theoretisch für den Bau solch einer Station infrage kommen. Neben dem Grundstück im Jarßumer Hafen - der müsste allerdings zunächst erst einmal zugeschüttet werden - sind noch ein Gelände nahe des VW-Werks, zwei in Emden-Ost und ein Grundstück nahe des Petkumer Sieltiefs in der engeren Auswahl.

05.09.2017, 00:05 Uhr
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Marten Klose Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2010
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