Landesweit stärkster SPD-Wahlkreis in Ostfriesland

Die wichtigsten Ergebnisse der niedersächsischen Landtagswahl im Überblick.

Für den Bezirk Emden/Norden zieht der Emder SPD-Fraktionsvize Matthias Arends (hellblaues Hemd) in den 18. Niedersächsischen Landtag ein (50,6 Prozent). Er folgt damit auf Hans-Dieter Haase, der nicht wieder kandidierte. Foto: Eric Hasseler

Ostfriesland. Niedersachsen hat einen neuen Landtag gewählt. In Ostfriesland verteidigte die SPD ihre Hochburg und wurde mit 49,4 Prozent landesweit erneut der stärkste SPD-Wahlkreis. Im Vergleich zu 2013 legten die Sozialdemokraten in der Region um drei Prozentpunkte zu.

Ein Überblick:

Für den Bezirk Emden/Norden zieht der Emder SPD-Fraktionsvize Matthias Arends in den 18. Niedersächsischen Landtag ein (50,6 Prozent). Er folgt damit auf Hans-Dieter Haase, der nicht wieder kandidierte.

Der FDP-Ratsfrau Hillgriet Eilers gelang ebenfalls der Einzug ins Hannoveraner Parlament. Eilers musste allerdings bis Mitternacht bangen, ob sie ihr Mandat behalten darf, da die FDP deutlich weniger Stimmen bekam, als zuvor prognostiziert worden war. Der Emderin steht damit ihre zweite Amtszeit als Landtagsabgeordnete bevor. In ihrem Wahlkreis erhielt sie 7,6 Prozent der Stimmen und verdoppelte damit ihr Ergebnis gegenüber 2013.

Sven Behrens (CDU) überzeugte 26,6 der Wähler. Im Vergleich zu Reinhard Hegewald, der 2013 angetreten war, verschlechterte sich die CDU um 1,1 Prozent. Hartmut T. Ukena (Linke) erhielt 6,1 Prozent der Stimmen aus dem Wahlkreis Emden/Norden. Claudia Steinhoff von den Grünen kam auf 7,3 Prozent. Rainer Mettin (Freie Wähler) erzielte 2,3 Prozent.

In Aurich siegte SPD-Spitzenkandidat Wiard Siebels. Er legte im Vergleich zu 2013 um 3,9 Prozent auf 52,5 Prozent zu.

CDU-Direktkandidat Folker Diermann wusste bereits am frühen Sonntagabend beim Blick auf die erste Hochrechnung der landesweiten Zahlen, dass er keine Chance auf ein Mandat hat.

Die Grünen mussten mit Hans-Reiner Stroman mächtig einbüßen. Das Bündnis 90 verlor gegenüber 2013 knapp 4,5 Prozent im Auricher Wahlkreis und kam schließlich auf 5,8 Prozent der Stimmen.

FDP-Spitzenkandidat Menko Oldewurtel überzeugte 4,8 Prozent der Wähler und verdoppelte damit das regionale FDP-Ergebnis aus 2013.

Enttäuscht ist Helmut Wendt (Linke) vom Ergebnis seiner Partei. Er erhielt 4,8 Prozent.

Der AfD-Kandidat Michael Bernhardt aus der Gemeinde Ihlow hat im Kerngebiet des Landkreises Aurich 6,1 Prozent der Stimmen geholt. 

Landesweit sieht es folgendermaßen aus: SPD (36,9 Prozent), CDU (33,6 Prozent), Grüne (8,7 Prozent), FDP (7,5 Prozent), AfD (6,2 Prozent), Linke (4,6 Prozent) und Sonstige (2,4 Prozent).

16.10.2017, 12:55 Uhr
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Johannes Booken Redakteur Lokales bei der EZ seit: 2012
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