Konkurrenzdruck unter den Häfen wächst

Die Emder Umschlagsfirmen ziehen eine bedingt positive Bilanz für 2015, sehen aber auch den steigenden Anspruch der Kunden.

Umschlagszahlen bleiben auf hohem Niveau. Das gilt auch für den Nordkai. EZ-Bild: Hasseler

Emden. Neue Verkehre und damit neue Fracht würden alle gerne für den Emder Hafen im kommenden Jahr auftun. Doch dass dies schwer ist und der Konkurrenzdruck unter den Häfen, auch international gesehen, wächst, bestätigten alle drei Leiter der führenden Emder Hafenumschlagsbetriebe, EVAG, Anker und Epas, in einem Gespräch mit der Emder Zeitung.

„Wir brauchen dringend die Fahrrinnenanpassung der Außenems, den Lückenschluss beim Emskai, Investitionen in die Eisenbahnbrücke und Planungen für die Sanierung der Großen Seeschleuse”, sagte Jan Remmers, Prokurist und Betriebsleiter bei Anker. Das Unternehmen, das vor allem im Forstprodukte- und Autoumschlag (Autoport und der EVAG) zuständig ist, konnte das Vorjahresergebnis bei Forstprodukten wieder erreichen, trotz der wachsenden Konkurrenz. Bei Autos ist eine Steigerung zu verzeichnen (wir berichteten).

Die Menge an Forstprodukten, wie Zellulose, die direkt aus Seeschiffen in Binnenschiffe für die Papierfabrik in Dörpen umgeladen wird, ist insgesamt rückläufig. Die Waren, die mit erheblich höherer Wertschöpfung über die Anker-Hallen per Binnenschiff, Bahn und Lkw im Bundesgebiet und europäischen Ausland und nach Übersee versendet werden, haben sich dagegen erfreulicher entwickelt, so Remmers.

03.01.2016, 05:00 Uhr
Über die Autorin
Ute Lipperheide Redakteurin Lokales bei der EZ seit: 1993
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