Kein Balken zuviel

Die einen öffnen Türen im Adventskalender, wir blicken für unsere Leser hinter echte Türen. Zum Auftakt besteigt  Jens Voitel die Vrouw-Johanna-Mühle auf dem Emder Wall.

  • Gewaltige Dimensionen: Mühlenwart Manfred Deke vor dem zentralen Antriebsrat der Vrouw-Johanna-Mühle. Foto: Jens Voitel (1/2)
  • Blick in die Ferne, aber auch in die Tiefe: Aussicht aus rund 20 Meter Höhe auf den Wall. Foto: Jens Voitel (2/2)

Emden. Der steile Weg hinauf zu dem kleinen Türchen, das eigentlich mehr eine schmale, mannshohe Fensterluke ist, geht über sechs Stockwerke und führt über insgesamt 101 Stufen, Leitersprossen und zuletzt über einfache Holzstege. Es geht vorbei an mächtigen Balken und riesigen Holzrädern, mal links herum, mal rechts, unter langen Seilen, die mutlos von der Decke hängen und vorbei an seltsamen Kästen, deren Funktion auf den ersten Blick wohl nur der Fachmann kennt. Der Kopf des Besuchers ist dabei in ständiger Gefahr, kräftig an Holz zu klopfen. Die vorrangige Körperhaltung ist gebückt.

Und wie das nun mal so ist bei einem Aufstieg in größere Höhen, wird im Inneren der Vrouw-Johanna-Mühle zwar nicht die Luft dünner, wohl aber werden die Räume immer enger. Am Ende, kurz vor dem Ziel, sind es nur noch einige dicke Balken, über die man hinweg klettern muss. Und es ist nur noch ein schmaler, rechteckiger Durchlass im Boden, durch den man zum Türchen vordringen kann, das ja eigentlich ein Fenster ist und aus dem heraus man zum einen eine unglaubliche Fernsicht auf die Stadt genießen kann.

01.12.2017, 12:27 Uhr
Über den Autor
Jens Voitel Redakteur Lokales bei der EZ seit: 1994
Telefon: 04921-8900412
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